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Umland Laatzen Nachrichten Junggesellschaft sagt Osterfeuer ab
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00:16 06.04.2017
Während es andernorts in Laatzen Osterfeuer geben wird, fällt es in Ingeln-Oesselse zumindest in diesem Jahr aus. Quelle: Lippelt (Archiv)
Ingeln-Oesselse

"Die Besucherzahlen haben sich im Laufe der Jahre halbiert. Rapide ist es in den letzten zwei Jahren heruntergegangen. Das Osterfeuer rentiert sich nicht mehr“, erklärte der Vorsitzende der Junggesellschaft (JGS) Philipp Großhennig auf Nachfrage. Am Montagnachmittag hatte er mit seinem Stellvertreter Marcel Randt eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht und betont, der Vorstand habe lange mit sich gerungen, "doch letztendlich setzte sich die Vernunft trotz des großen Traditionsgedankens durch."

Statt wie früher Geld mit den Osterfeuer zu verdienen, zahlte die JGS zuletzt drauf. Getränke- und Bratwurststände sowie Stromaggregate und Toiletten mussten organisiert, ein Zelt aufgebaut und Personal für die Stände, die Holzannahme und die 24-Stunden-Brandwache bereitgestellt werden. Darüber hinaus galt es, vielfältige Brandschutz- und Umweltauflagen zu beachten, Gesundheitszeugnisse vorzulegen und Abwaschplätze für Geschirr einzurichten. Der Aufwand war der aktuell 26 Mitglieder zählenden JGS, die stets alle Kräfte für das Fest bereitstellte, zu viel.

Ortsbürgermeister bedauern Entscheidung

„Als Ortsbürgermeister bedauere ich die Entscheidung sehr, aber es ist, wie es ist“, sagte Heinrich Hennies. Womöglich müsse das Fest für einige Jahre ausgesetzt werden, bis sich eine neue Initiative finde. Auch der stellvertretende Ortsbürgermeister Michael Riedel bedauerte das vorläufige Ende dieser Tradition und sagte: „Die Bürger müssen sich selbst die Frage stellen, ob sie Feste wollen, und sich dann auch beteiligen.“ Seit Anfang der Neunzigerjahre war die JGS für das Osterfeuer verantwortlich. Zuvor hatte die Freiwillige Feuerwehr das Fest in Ingeln-Oesselse organisiert.

Absage von der Feuerwehr

Überlegungen, wonach die Freiwillige Feuerwehr das Fest wieder ausrichten könnte, erteilte Ortsbrandmeister Frank Bezdiak eine klare Absage. Die Feuerwehr habe die Organisation seinerzeit nicht grundlos abgegeben. Der Aufwand sei zu groß. „Vielleicht setzen sich die Vereine jetzt an einen Tisch“, sagte Bezdiak, der das Osterfeuer im Ort selbst seit 40 Jahren kennt. Sollten die Aufgaben auf viele Akteure verteilt werden, hat das Fest womöglich wieder eine Zukunft.

JGS organisiert nun Dorffest

So wie das Dorffest: Auch dies drohte zuletzt nach 20-jähriger Organisation durch dieselben Akteure im Arbeitskreis Dorfbrunnenfest in diesem Jahr eingestellt zu werden. Wie der JGS-Vorstand erklärte, übernehmen nun die Junggesellen diese Traditionspflege im Dorf. Gefeiert wird am Sonnabend, 22. April, ab 14 Uhr. Einzelheiten sollen noch bekannt gegeben werden.

Von Astrid Köhler

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