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Umland Laatzen Nachrichten Kein Rasen: Gleisbett bleibt wohl grau
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20:33 04.02.2015
Der Rethener Ortsrat wünscht, dass zumindest im Bereich des geplanten Hochbahnsteigs Rasengleise eingesetzt werden.
Der Rethener Ortsrat wünscht, dass zumindest im Bereich des geplanten Hochbahnsteigs Rasengleise eingesetzt werden. Quelle: Dorndorf
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Laatzen

Zu laut, zu hässlich: Der Anblick der geschotterten Stadtbahngleise ist den Mitgliedern des Rethener Ortsrats seit Jahren ein Dorn im Auge, auch die Stadt machte sich diese Ansicht zuletzt zu eigen. Als Lösung schweben Politik und Verwaltung Rasengleise vor, die den Bereich nicht nur optisch aufwerten, sondern auch die Lärmbelastung für Anwohner verringern würden.

Die Region will in diesem Jahr die Haltestelle Rethen/Bahnhof in Richtung Marktzentrum versetzen und Hochbahnsteige errichten - ein idealer Anlass, zumindest in diesem Bereich einen Anfang für die gewünschten Rasengleise zu machen. Seit 8. Januar liegt nun das Abwägungsergebnis der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr vor. Nach Angaben der Verwaltung spricht sich die Behörde aus Kostengründen dagegen aus - und schließt sich damit der Meinung der Infrastrukturgesellschaft der Region (Infra) an. „Als Grund wird die Unwirtschaftlichkeit des Neubaus der Gleisanlage sowie deren Instandhaltung genannt“, heißt es im Rathaus.

Die Infra schreibt in ihrer Stellungnahme vom Herbst 2014, dass lediglich Gleise mit einer Gesamtlänge von knapp 300 Metern neu verlegt würden, davon nur 83 Meter mit Betonlängsbalken, „zwischen denen theoretisch Rasengleis eingebracht werden könnte“. „Bei dieser Länge käme die visuelle und Schall dämpfende Wirkung kaum zum Tragen“, heißt es bei der Infra. Hinzu komme die Instandhaltung - schließlich müsste der Rasen regelmäßig gemäht werden.

Ernesto Nebot, SPD-Regionsabgeordneter aus Rethen, hofft zwar noch auf ein Umdenken - zumal die Stadt heute beim Erörterungstermin im Rathaus noch einmal die Gelegenheit hat, ihre Auffassung vorzubringen. Sollte aus den Rasengleisen jedoch nichts werden, will sich Nebot zumindest für den Einbau von Sedum einsetzen - einer pflegeleichten Begrünung, die beispielsweise auf Dächern eingesetzt wird. „Das Wohnumfeld muss verbessert werden, es kann aus meiner Sicht nicht so bleiben“, sagt Nebot.

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