Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Laatzen soll zwei große Hotels bekommen
Umland Laatzen Nachrichten Laatzen soll zwei große Hotels bekommen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
00:18 23.09.2018
Das ehemalige Hotel Britannia ist seit 2014 geschlossen. Quelle: Stephanie Zerm
Anzeige
Laatzen-Mitte

In den nächsten Jahren könnten in Laatzen-Mitte gleich zwei große Hotels ihren Betrieb aufnehmen. Das Kölner Unternehmen Projektbau Laatzen GmbH will das ehemalige Britannia-Hotel an der Karlsruher Straße sanieren und anschließend neu eröffnen. Das Hotel ist bereits seit November 2014 geschlossen und wurde seitdem lediglich für kurze Zeit zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Seitdem verfällt es zusehends.

Ein Kölner Unternehmen will das Britannia-Hotel wieder eröffnen und einen Hotelneubau mit 150 Betten errichten. Pächter gibt es bereits. Die Baugenehmigungen sind allerdings noch nicht erteilt.

Das Unternehmen hatte das viergeschossige Gebäude mit insgesamt 100 Zimmern bereits im März 2017 gekauft – und die Neueröffnung eigentlich für dieses Jahr geplant. Doch die Genehmigung des Laatzener Bauamts steht noch aus, so dass die schon begonnenen Arbeiten wieder eingestellt wurden. „Derzeit warten wir auf die Genehmigung des Brandschutzkonzepts, was sich sehr schwierig und aufwendig gestaltet“, sagt Matthias Wünsch von der Heyden, Geschäftsführer der Projektbau Laatzen GmbH. „Daher können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Termin für die Wiedereröffnung nennen.“

Anzeige

Geplant ist offenbar ein einfaches Hotel mit reduzierten Komfort. Als künftiger Pächter stehe bereits die Achat-Hotelgruppe fest: Diese betreibt mehr als 30 Hotels in Deutschland, Österreich und Ungarn. „Die Bauarbeiten an dem Hotel werden nach der Genehmigung sechs Monate dauern und beginnen, sobald diese vorliegt“, kündigt Wünsch von der Heyden an.

Die Verbindung von dem Hotel zu der angrenzende Tennishalle, in der Gäste und Besucher einst saunieren, Tennis und Badminton spielen konnten, ist bereits abgerissen worden. Vorübergehend war das sanierungsbedürftige Hotelgebäude durch den fehlenden Verbindungsgang frei betretbar. Mittlerweile ist das Loch im Mauerwerk jedoch provisorisch wieder verschlossen. Bis März 2019 soll die Tennishalle laut Wünsch von der Heyden komplett abgerissen werden.

Anschließend sollen auf dem rund 4400 Quadratmeter großen Gelände mehrere Bürogebäude sowie ein weiteres Hotel errichtet werden, kündigt Wünsch von der Heyden an. Details nennt er dazu nicht – nur so viel: Eine Baugenehmigung liege bislang nicht vor.

Nähere Informationen finden sich allerdings auf der Internetseite der Phönix Handelshaus GmbH, deren Geschäftsführer ebenfalls Wünsch von der Heyden ist. Das neue „Fourside“-Hotel soll demnach fünf Etagen und 150 Gästezimmer haben. Außerdem soll es im Gegensatz zum Britannia über eine gehobene Ausstattung im Bereich „3 Sterne plus“ verfügen, inklusive großzügiger Zimmer, einer Roof-Top-Bar, einem Sauna- und Fitnessbereich sowie einem Besprechungs- und Konferenzbereich. Weiter heißt es, dass es bereits einen Pachtvertrag mit einer bekannten und bonitätsstarken Hotelgruppe über eine Laufzeit von 20 Jahren gebe. Auf der Seite wird das neue Hotel bereits zum Kauf angeboten – für 16,5 Millionen Euro.

Von Stephanie Zerm

Anzeige