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Umland Laatzen Nachrichten Mieter erschossen, Vermieter begeht Suizid
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17:37 08.02.2016
Von Tobias Morchner
In diesem Haus im Heinrich-Heine-Weg in Ingeln-Oesselse wurde die Leiche eines 50-Jährigen entdeckt. Quelle: Uwe Dillenberg
Laatzen/Hemmingen

Ein Bekannter von Günther B. hatte sich gegen Mitternacht bei der Polizei gemeldet. Er erklärte, der Hausbesitzer habe ihm gegenüber gestanden, seinen Untermieter getötet zu haben und wolle nun Suizid begehen. Die Polizei schickte zahlreiche Streifenwagen zu der Adresse. Die Beamten sollte Günther B. in seinem Haus überwältigen. Doch im Heinrich-Heine-Weg stießen die Fahnder lediglich auf die Leiche des Untermieters. 

Bluttat in Laatzen: In Ingeln-Oesselse ist ein 50-Jähriger Mieter erschossen worden, der Vermieter nahm sich bei Hemmingen das Leben.

Bei der anschließenden Suche nach Günther B setzte die Behörde auch einen Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera ein. In einem Unterstand für Wanderer in einem Waldstück nahe Hemmingen, in unmittelbarer Nähe der Straße Sohlkamp stießen die Fahnder schließlich auf den leblosen Körper des Hausbesitzers. „Bei der Leiche fanden die Kollegen zwei Waffen. Der 55-Jährige hatte eine Waffenbesitzkarte. Wir prüfen derzeit, ob die gefundenen Waffen in dieser Besitzkarte eingetragen sind“, sagt Polizeisprecher Thorsten Schiewe. In den kommenden Tagen soll überprüft werden, welche der Waffen bei den Bluttaten zum Einsatz gekommen ist.

Vor einem knappen Jahr, so berichten es Nachbarn, war der 50-jährige Untermieter in das Haus von Günther B. eingezogen. Er stammt aus dem Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt und war hier für eine Firma als Küchen- und Haushaltsgeräte-Monteuer tätig. „Die beiden müssen sich aber schon vor dem Einzug gekannt haben, denn als er uns über seinen neuen Untermieter informierte, hat er ihn uns als seinen Bekannten vorgestellt“, sagt ein Nachbar.

Nach dem Tod seines Vaters, den er lange Monate intensiv gepflegt hatte, soll Günther B. vom Dachgeschoss des Hauses ins Erdgeschoss gezogen sein und die frei gewordenen Räume vermietet haben. Die beiden Männer hatten offenbar viele gemeinsame Interessen. Im Sommer saßen sie oft lange im Garten und grillten, an den Wochenenden sollen vor den Garagen an ihren Autos oder Motorrädern herum gebastelt haben.

Allerdings soll Günther B.s Wesen von einer krankhaften Eifersüchtigkeit geprägt gewesen sein. Immer wieder soll es zu Streitigkeiten mit seinen jeweiligen Freundinnen wegen Nichtigkeiten gekommen sein. „Vor zwei, drei Monaten hat er seine damalige Freundin an einem Sonntagmorgen einfach vor die Tür gesetzt und ihr bis zum Abend Zeit gegeben, ihre Sachen abzuholen“, sagt ein Nachbar. Einer anderen Frau soll er sogar einen GPS-Sender ins Auto eingebaut haben, um den Wagen jederzeit orten zu können. In den vergangenen Monaten soll er wieder mit seiner alten Jugendliebe zusammen gewesen sein. Unklar ist, ob sich der Streit der beiden Männer um diese Frau gedreht hat oder nicht.

Im Ernstfall kann diese Uneinsichtigkeit Leben kosten: Frank Bezdiak, Ortsbrandmeister von Ingeln-Oesselse, hat bei der Jahresversammlung eindringlich appelliert, bei Staus Rettungsgassen zu bilden. Ein konkreter Fall auf der A7 war Thema am Freitagabend.

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