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Umland Laatzen Nachrichten VHS bezieht neue Räume und schließt Leineladen
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00:28 18.06.2018
Der Mietvertrag für das ZAQ an der Karlsruher Straße läuft zum Jahresende aus. Für zwei der vier Bereiche dort gibt es jetzt Nachfolgelösungen. Quelle: Dorndorf
Laatzen/Hemmingen/Pattensen

Bei der Suche nach einem neuen Standort für das Zentrum für Arbeit und Qualifizierung (ZAQ) in Laatzen-Mitte hat die Leine-VHS einen Teilerfolg erzielt. Wie Geschäftsführer Jürgen Beckstette jetzt bekannt gab, hat die VHS für das Sozialkaufhaus und für die bislang auf dem ZAQ-Gelände an der Karlsruher Straße ansässigen Büroarbeitsplätze Nachfolgelösungen gefunden.

Das Kaufhaus, zu dem unter anderem der ZAQond-Hand-Laden und das Möbelkaufhaus gehören, sollen demnach in eine Immobilie an der Hildesheimer Straße in Alt-Laatzen einziehen. Den genauen Standort nennt Beckstette noch nicht. Mit dem Vermieter sei aber eine Einigung erzielt. Der Umzug soll zur Jahreswende erfolgen, wenn der Mietvertrag im ZAQ ausläuft. Zuvor stünden in den Räumen noch Umbauarbeiten an. Die Büroarbeitsplätze sollen hingegen in das bestehende VHS-Gebäude an der Würzburger Straße verlegt werden, wo die VHS Räume in einer weiteren Etage anmieten will. Für beide Projekte habe der Aufsichtsrat grünes Licht gegeben.

Leine-Laden wird geschlossen

Einen anderen Standort will die VHS hingegen aufgeben: Im Oktober 2016 war am Laatzener Marktplatz der Leineladen eröffnet worden, wo Secondhand-Waren angeboten werden. „Der Leineladen konnte den geplanten Umsatz nicht erzielen“, heißt es nun im Jahresabschluss 2017, der vor kurzem den Laatzener Wirtschaftsausschuss passiert hat. Die Einrichtung solle deshalb im September dieses Jahres geschlossen werden.

Noch keine abschließende Lösung gibt es hingegen für die ZAQ-Werkstätten sowie bei der Suche nach Unterrichtsräumen für die Integrationskurse. Die VHS habe zwar bereits ein Objekt für die Kurse im Blick, der Aufsichtsrat habe jedoch noch Nachverhandlungen angemahnt, sagt Beckstette. Bislang ergebnislos sei die Suche nach einem neuen Standort für die bisherigen ZAQ-Werkstätten. „Wir suchen in allen drei Trägerkommunen nach Alternativen“, sagt der VHS-Geschäftsführer.

VHS erwirtschaftet Überschuss

Das Geschäftsjahr 2017 hat sich unterdessen erfreulich entwickelt, wie aus dem Jahresabschluss hervorgeht. Die Leine-VHS hat demnach einen Überschuss von 206.000 Euro erwirtschaftet. Das Plus hätte sogar größer ausfallen können, wenn die VHS im vergangenen Jahr nicht noch Altlasten aus dem Jahr 2008 hätte ausgleichen müssen, erläuterte Beckstette. Die Einrichtung war damals unter anderem wegen gravierenden Controlling-Fehlern in finanzielle Schieflage geraten.

Einkalkuliert ist im Jahresabschluss eine Ausschüttung von rund 100.000 Euro an die VHS-Mitarbeiter. Die Belegschaft hatte wegen der einst drohenden Insolvenz per Haustarifvertrag auf einen Teil ihres Verdienstes verzichtet, wird seitdem aber mit einem Drittel am Überschuss beteiligt. Beckstette erinnert daran, dass die Auszahlung unter der Summe liegt, die regulär tariflich gezahlt würde. „Obwohl 2017 extrem positiv gelaufen ist, bekommen die Mitarbeiter nicht die Summe, die ein städtischer Angestellter bekommen würde“, hält der VHS-Geschäftsführer fest.

Erwirtschaftet worden sei der Gewinn vor allem bei den Integrationskursen, die rund 40 Prozent des VHS-Umsatzes ausmachten. Bei den ähnlich umsatzstarken Sozialprojekte habe es ein „sehr geringes Plus“ gegeben, die klassischen VHS-Kurse, die etwa 20 Prozent umsetzten, schlössen mit einer runden Null ab.

Das VHS-Jahr 2017 in Zahlen

4,1 Millionen Euro Umsatz hat die VHS im Jahr 2017 gemacht. Das sind 570.000 Euro mehr als 2016.

1,6 Millionen Euro wurden bei klassischen VHS-Kursen und Integrationskursen umgesetzt, 1,4 Millionen Euro bei Drittmittelprojekten, 191.000 Euro bei den wirtschaftlichen Betrieben wie dem Möbelladen. 175.000 Euro steuerte das Land bei.

287.500 Euro beträgt der Zuschuss, den die VHS von den Städten Laatzen, Hemmingen und Pattensen 2017 erhielt. Davon entfielen 167.000 Euro auf Laatzen.

3,1 Millionen Euro hat die Leine-VHS 2017 für ihr Personal ausgegeben, das sind 400.000 Euro mehr als im Vorjahr. Das Plus entsteht durch höhere Dozentenhonorare, mehr Personal und eine Sonderzahlung an Mitarbeiter.

44 Mitarbeiter waren fest angestellt, weitere 15 in geförderten Beschäftigungsverhältnissen. Im Vorjahr waren es jeweils 43 und 13.

756 Kurse hat die VHS im klassischen Programm angeboten, 95 weniger als im Vorjahr. Die Ausfallquote sank von 30,6 auf 28,3 Prozent.

17.706 Stunden wurden im Integrationsbereich bei 180 Modulen unterrichtet, 2635 mehr als im Vorjahr.

Von Johannes Dorndorf

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