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Nachrichten Matthias Miersch reimt sich durch die Welt
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17:04 02.03.2017
Der Laatzener Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch hält beim politischen Aschermittwoch der Laatzener SPD seine Festrede vor etwa 200 Besuchern im Erich-Kästner-Schulzentrum. Quelle: Daniel Junker / www.junkerphoto.de
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Laatzen-Mitte

Rund 200 Besucher waren der Einladung der SPD gefolgt - damit waren die Sitzplätze im Forum des Erich-Kästner-Schulzentrums komplett belegt. "Eine Rede im Bundestag ist nichts gegen dieses Publikum", scherzte Miersch gleich zu Beginn seiner Festrede. Themen gebe es in diesem Jahr genug. "Man weiß gar nicht, wo wo man anfangen soll. Erst zeigen sich mit dem Brexit die BSE-Spätfolgen, und kurz darauf setzt sich so ein Quartalsirrer an die Spitze der Vereinigten Staaten."

Darüber hinaus gab es "diese lustigen politischen Alltagsgeschichten" mit Bundesumweltminsterin Barbara Hendricks und ihren Bauernregeln. "Skandal wurde da gerufen. Offenbar ist es vielen völlig egal, wie wir das Wasser für die nachfolgenden Generationen belasten", sagte der Laatzener Bundestagsabgeordnete.

Miersch sparte auch nicht an kritischen Anspielungen auf den neuen US-Präsidenten. Trumps Äußerungen seien für ein ganzes Kabarettprogramm geeignet - "und zwar ohne dass man etwas verändern muss." Als Beispiel nannte er die seltsamen Anspielungen an die "Vorkommnisse in Schweden" und Trumps Bezeichnung Belgiens als wunderschöne Stadt. "Das wäre ja alles lustig, wenn dieser Typ nicht an atomaren Sprengköpfen sitzen würde." In Anspielung an Trump empfahl Miersch auch der deutschen Politik neue Formate - zum Beispiel das Dschungelcamp. "Als Prüfung könnte Frauke Petri Deutschunterricht für Flüchtlinge geben, und Höcke muss Olivia Jones die Haare machen."

Das Wilkenburger Römerlager kam ebenfalls zur Sprache. "Es wundert mich, dass die Region lieber den Kiesabbau fördern will. Das hätte ich Hauke Jagau nicht zugetraut. Es wäre eine einmalige Chance für ein Disneyworld in der Region: Das Römerlager als Arena mit Hauke als Feldherrn", so Miersch. "Auch die Parteien könnten diese Arena nutzen. Zum Beispiel die CDU aus Sehnde, Pattensen und Laatzen bei der Kür ihres Landtagskandidaten."

Schließlich kam Miersch auf seine eigene Partei zu sprechen. "Was ist da in den letzten Wochen passiert? In den letzten Jahren brauchtest Du ja immer Drogen, wenn neue Umfragen kamen. Jetzt ist alles anders, man muss sich immer wieder zwicken." Keinen Hehl machte er aus seinem Verhältnis zu Sigmar Gabriel. "Ich habe den immer nicht verstanden. Und wenn ich es am Abend endlich begriffen hatte, galt das am nächsten Morgen schon nicht mehr."

Schließlich schwörte der Laatzener Politiker Miersch seine Genossen noch auf den Wahlkampf ein und streifte dazu sein Hemd ab. Zum Vorschein kam ein T-Shirt mit dem Abbild von Martin Schulz - und den an Angela Merkel gerichteten Slogan: "Bremskraft: Nein danke!" Und dann demonstrierte Miersch sogar seine Sangeskünste - mit einem umgedichteten Lied von Helene Fischer. "Atemlos durch die Stadt, bis ein neuer Kanzler erwacht. Atemlos durch die Stadt, spürt was Martin mit uns macht." Begleitet wurde er dabei vom Laatzener Grünen-Ratsherrn Gerd Apportin am Flügel.

Fotostrecke Laatzen: Matthias Miersch reimt sich durch die Welt

Von Daniel Junker

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