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20:00 28.04.2015
Von Johannes Dorndorf
Im Zentrum des neuen Wohngebiets steht der historische Flebbehof, den Investor Meravis sanieren und zur Kulturscheune machen will. Quelle: R
Laatzen

Es ist die wohl am meisten beäugte Baufläche in Laatzen: Die Stadt hat einen Investor für den ehemaligen Baubetriebshof am Alten Markt ausgewählt. Bebauen wird das Areal das hannoversche Unternehmen Meravis, das dort 74 Wohneinheiten im gehobenen Standard errichten will. Der denkmalgeschützte Flebbehof soll saniert und zur Kulturscheune mit Café werden.

Als ein „wesentliches Projekt für die Entwicklung des Stadtteils“ bezeichnete Bürgermeister Jürgen Köhne gestern die Pläne für den Alten Markt. Tatsächlich liegt das Gebiet mitten im historischen Ortskern - in bester Lage zwischen Altem Rathaus und Leinemasch. Entsprechend viel wert sei auf die stadtplanerische Gestaltung gelegt worden, sagte Stadtbaurat Albrecht Dürr. Er lobte vor allem die Idee, das Alte Rathaus in eine Hofanordnung einzubinden - damit habe sich Meravis von den übrigen drei Wettbewerbern abgehoben, die bei dem mehrstufigen Verfahren zuletzt mit im Boot waren.

Das hannoversche Unternehmen Meravis hat den Zuschlag für die Flebbehof-Bebauung bekommen. Geplant sind 74 Wohneinheiten.

„Wir greifen ins Herz von Alt-Laatzen ein“, sagte Meravis-Geschäftsführer Matthias Herter. Um dem gerecht zu werden, seien die Gebäude so angeordnet worden, dass sie alte Hofstrukturen nachempfinden. Geplant seien 26 Reihenhäuser mit durchschnittlich 140 Quadratmetern Wohnfläche sowie 48 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern mit 60 bis 140 Quadratmetern, davon die meisten mit einer Größe um die 80 Quadratmeter. Bei zehn bis zwölf der Wohneinheiten soll es Serviceangebote für Senioren geben.

Mit der Entscheidung ist die Zukunft des denkmalgeschützten Flebbehofs gesichert, der saniert wird. „Der Vorschlag sieht vor, den Wirtschaftsteil als Kulturscheune umzunutzen“, teilen Stadt und Investor mit. Das Haus ließe sich für Ausstellungen oder als Galerie nutzen - mit angrenzendem Café im Erdgeschoss des Wohngebäudes, über dem zwei Wohnungen geplant sind.

Häuslebauer, die ihren Traum von den eigenen vier Wänden in Laatzen verwirklichen wollen, haben es schwer: Die Zinsen sind niedrig, Immobilien stark nachgefragt, und die Bauplätze in der Stadt sind so gut wie ausverkauft.

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