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19:42 05.03.2014
Von Johannes Dorndorf
Die Besucher der St.-Nicolai-Kirche müssen sich erneut auf einen neue Pastorin einstellen.
Die Besucher der St.-Nicolai-Kirche müssen sich erneut auf einen neue Pastorin einstellen. Quelle: Johannes Dorndorf
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Laatzen

Es sollte eigentlich eine langfristige Lösung werden, als das Pastorenehepaar Wingenfeldt im Februar 2013 bei der Zwölf-Apostel-Gemeinde anfing. In den Jahren zuvor hatten die Mitglieder schon eine Reihe von Wechseln und Vakanzen verkraften müssen - und dies in der Zeit des Umbruchs und der Großfusion mehrerer selbstständiger Gemeinden, zu der auch St. Nicolai gehört. Doch es kam anders.  Für viele überraschend verlassen Christoph und Almuth Wingenfeldt die Gemeinde - auf eigenen Wunsch. Hintergrund sind offenbar Meinungsverschiedenheiten unter den Pastoren der Zwölf-Apostel-Gemeinde, die von Wassel im Norden bis Algermissen im Süden reicht: „Es gab in der Vergangenheit unterschiedliche Auffassungen in der Führung des Pfarramts“, sagte Kirchenvorsteher Manfred Anolke auf Anfrage. Näher wollte er sich dazu nicht äußern. Anolke verwies auf die Gemeindeversammlung am Sonntag, zu der auch Superintendent Helmut Aßmann erwartet wird.

Angekündigt hat sich für die Versammlung auch die designierte Nachfolgerin: Uta Cziczkus-Büttner wird ab 1. April neue Pastorin bei Zwölf Apostel. Die 53-jährige Sehnderin arbeitete zuletzt bei der Paulus-Gemeinde in Hasede. Zuvor war sie als Pfarrerin der Landeskirche übergemeindlich tätig - vor allem im Bildungsbereich. Von 2010 bis 2012 war sie Geschäftsführerin des evangelischen Schulwerks. Zu den privaten Interessen zählt Cziczkus-Büttner das Reisen. „Das passt zu Zwölf Apostel“, scherzt die fröhliche Rheinländerin, die aus dem Raum Düsseldorf stammt. Die Gemeinde ist schließlich weitläufiger als viele andere in der Region. Das Hobby hat sich auch beruflich niedergeschlagen - zu den Stationen zählt auch eine einjährige Auslandserfahrung bei der Mission in Tansania.

Hat sie für ihre Arbeit bei Zwölf Apostel konkrete Pläne? „Viel Zeit nehmen, viel Kontakt suchen, viele Gespräche suchen“, lautet ihre Antwort. Eines steht fest: Das Pfarrhaus in Wirringen werde sie nicht beziehen, da sie bereits mit ihrem Mann Uwe Büttner im Pfarrhaus der Kreuzkirchengemeinde in Sehnde lebt. Die Gemeindeversammlung am Sonntag, 9. März, beginnt um 14 Uhr mit einem Gottesdienst in der St.-Nicolai-Kirche. Danach gibt der Kirchenvorstand einen Überblick über seine Arbeit und stellt sich den Fragen der Gemeinde.

Andreas Zimmer 05.03.2014
Johannes Dorndorf 04.03.2014