Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Stadt lässt Flebbehof abstützen
Umland Laatzen Nachrichten Stadt lässt Flebbehof abstützen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:00 22.01.2015
Von Johannes Dorndorf
Lange Balken stützen das denkmalgeschützte Wohngebäude des Flebbehofs ab. Quelle: Dorndorf
Alt-Laatzen

Es sieht aus wie das Gestell eines überdimensionalen Klapptischs: Meterlange Balken stützen seit einigen Wochen den Giebel des Wohnhauses im hinteren Bereich des Flebbehofs. Von vielen unbemerkt, hat die Stadt das Gerüst im Dezember montieren lassen. Auch im Inneren wurden Balken abgestützt und einige Dachpfannen eingesetzt, seitdem kann das zwischenzeitlich baupolizeilich gesperrte Gebäude wieder betreten werden.

Anlass der Sicherungsarbeiten ist der laufende Investorenwettbewerb für das neue Wohngebiet, das auf dem Flebbehof- und dem benachbarten Bauhofgelände entstehen soll. Vor kurzem gab es Begehungen mit Interessenten. „Wir mussten das tun, damit das Gebäude abgesichert begangen werden kann“, sagt der erste Stadtrat Albrecht Dürr. Außerdem sei es nun sicher, dass der schräg stehende Giebel selbst bei extremen Stürmen hält. Gekostet haben die Arbeiten rund 15 000 Euro, die Summe werde den späteren Investoren für das Baugebiet in Rechnung gestellt, sagte Dürr.

Ins Zeug gelegt hat sich auch die Bürgerinitiative Alter Markt 2, die sich um den Erhalt bemüht - genau genommen: Der hannoversche Dachdeckerbetrieb Friedrich Bedachungen, der dort ehrenamtlich hilft. Die Mitarbeiter verlegten gestern neue Regenwasserrohre, sodass Niederschläge nicht mehr die Fassade herunterlaufen. Das Wasser versickert abseits des Gebäudes im Boden, da die Anschlussrohre unten verstopft sind.

„Das Gebäude ist damit winterfest“, sagt BI-Architekt Rolf Nerenberg - nach einigen Monaten Verzögerung. Eigentlich wollte die Initiative Dachdecker Andreas Friedrich bereits im Herbst mit den Arbeiten betrauen, dies scheiterte damals jedoch an der baupolizeilichen Sperrung durch die Stadt. Abgesehen von einer Panne gestern - die Stadt hatte teils aus Krankheitsgründen versäumt, das Gelände aufzusperren - lobte Nerenberg die zuletzt gute Kooperation zwischen BI und Verwaltung.

Dass die Stadt inzwischen sehr um den Erhalt des Gebäudes bemüht ist, wird allein schon an der Investition für das Abstützen überdeutlich. Nun ruhen die Hoffnungen auf den möglichen Investoren, die auch nach Erfahrungen mit solchen Immobilien befragt wurden. Laut Dürr konnten alle sechs verbliebenen Bewerber Referenzen nachweisen.

BI plant ein Winterfestfest

Seit mehr als einem Jahr bemüht sich die Bürgerinitiative Alter Markt 2 um den Erhalt des Flebbehofs. Dass es nun gelungen ist, die Bausubstanz zumindest provisorisch zu erhalten und zumindest für den Rest des Winters zu rüsten, will die BI gemeinsam mit den Alt-Laatzenern feiern: Für Sonnabend, 7. Februar, 15 Uhr, plant die Initiative – Achtung Sprachspiel – ein Winterfestfest. Gefeiert wird voraussichtlich auf dem Alten Markt vor dem Tor des Flebbehofs. Das kleine Volksfest richtet sich insbesondere an die rund 1000 Unterstützer, die bei einer Unterschriftensammlung für den Erhalt der Immobilie mitgemacht haben. Das genau Programm steht noch nicht fest.

Rollstuhlfahrer haben es beim Busfahren in Laatzen künftig leichter: Die Region will noch in diesem Jahr acht Haltestellen im Stadtgebiet barrierefrei ausbauen. Kosten soll das Projekt 225.000 Euro. Auch in Schulenburg sind Umbauten geplant.

Tobias Lehmann 21.01.2015

Wer in diesen Tagen auf dem Wanderweg an der Bruchriede in Rethen spazieren gehen möchte, kann sich dort schnell nasse Füße holen: Auf mehreren kleinen Abschnitten ist die Strecke, die auch Teil des Radwanderwegs Grüner Ring ist, von Pfützen übersäht. Wenn es nach der Ortsratsgruppe SPD und Grüne geht, müssten Teile der Route instand gesetzt werden.

Daniel Junker 21.01.2015

Die Umgestaltung des Leine-Centers in Laatzen geht voran. Wie das Management mitteilte, stehen zwei Neueröffnungen und ein Umzug an. Neben Rewe werden auch Kik und die Schuhkette CCC Räumlichkeiten im Center beziehen.

Johannes Dorndorf 21.01.2015