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Umland Laatzen Nachrichten Sportler zeigen, wie Kleinholz gemacht wird
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00:17 20.10.2017
20 Jahre Taekwondo-Verein: Sportler des Laatzener Vereins Budo-Arts HANSU geben bei der Feier am Sonntag Einblicke in die Kampfsporttechnik.
20 Jahre Taekwondo-Verein: Sportler des Laatzener Vereins Budo-Arts HANSU geben bei der Feier am Sonntag Einblicke in die Kampfsporttechnik. Quelle: Stephanie Zerm
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Alt-Laatzen

Als Hans Vogel die Taekwondo-Schule HANSU am 3. Oktober 1997 gründete, ahnte er noch nichts von der Erfolgsgeschichte des Vereins, in dem heute zahlreiche Spitzensportler trainieren.

Vogel selbst wurde 1998 Bundestrainer der Deutschen Taekwondo Union und behielt das Amt bis 2007. Der heutige Vereinsvorsitzende Hado Yun trat vor fünf Jahren in seine Fußstapfen und ist seit 2012 Bundestrainer der Deutschen Taekwondo Union. Yun ist fünffacher Europa- und mehrfacher Deutscher Meister und gewann 2007 bei der Weltmeisterschaft die Bronzemedaille.

Doch auch die Erfolge der übrigen Vereinsmitglieder können sich sehen lassen: "Unsere Sportler sind international sehr erfolgreich", freut sich der stellvertretende Vorsitzende Alexander Stein. "Wir stellen im Bereich Freestyle die aktuellen EU-Meister in der Einzel- und Teamwertung sowie die deutsche Meisterin im Formlaufen."

Zunähst trainierten die Sportler im Strandbad am Maschsee in Hannover. Im April 2004 bezog der Verein dann seine eigene als "Dojang" bezeichnete Trainingsstätte in Alt-Laatzen und nennt sich seitdem Budo-Arts HANSU. Das Wort "Hansu" stammt aus dem Koreanischen und bedeutet „Wasser des Flusses Han“. "Das Wasser ist die Quelle allen Ursprungs, Wasser heißt Leben", erklärt Stein: "Es kann den zartesten Körper umschmeicheln, aber es kann auch den härtesten Felsen formen und sprengen."

Der Kernbereich des Verein liegt in seinen spektakulären Freestyle-Vorführungen, bei denen die Sportler einen Kampf darstellen, jedoch ohne sich gegenseitig zu berühren. Aber auch das Formlaufen, das sogenannte Poomsae, nimmt einen großen Stellenwert ein. Dabei zeigen die Sportler alleine oder in Gruppen die verschiedenene Techniken in einer festgelegten Reihenfolge. 

"Aber auch der Wettkampfbereich, Technik- und Kampfturniere kommen bei uns nicht zu kurz", sagt Stein. Der Verein bietet zahlreiche verschiedene Gruppen an: vom Training für Kinder, Jugendliche und Anfänger bis hin zu Leistungssportlern. In dem Dojang an der Kurzen Straße in Alt-Laatzen trainieren jeden Tag verschiedene Gruppen.

Mittlerweile hat der Verein 116 Mitglieder und mehr als zehn vom olympischen Sportbund lizenzierte Trainer. "Die Mitgliederzahl hat sich im Laufe der Jahre kontinuierlich erhöht", sagt Stein. "Vor allem freue ich mich aber darüber, dass unsere Arbeit so gute Früchte trägt."

Eine Kostprobe von ihrem Können gaben die Sportler am Sonntag bei der Feier zu ihrem 20-jährigen Bestehen - und ernteten dafür viel Applaus. 

Taekwondo ist mehr als nur Kampfkunst

Taekwondo ist ein junger koreanischer Kampfsport, der nach 1945 aus dem japanischen Karate entstand. Die drei Silben des Namens stehen für Fuß (tae), Hand (kwon) und Weg (do). Gegenüber anderen asiatischen Kampfsportarten ist die Taekwondo-Technik vor allem auf Schnelligkeit und Dynamik ausgelegt, Fußtechniken dominieren im Vergleich zu anderen Kampfsportarten. Die ersten deutschen Taekwondo-Meisterschaften fanden bereits 1967 in München statt. Neben dem sportlichen Aspekt nimmt beim Taekwondo auch der ethische einen hohen Stellenwert ein. So gehören zu den Zielen der Sportart auch Höflichkeit, Integrität, Durchhaltevermögen, Geduld, Selbstdisziplin und Unbezwingbarkeit.

Fotostrecke Laatzen: Sportler zeigen, wie Kleinholz gemacht wird

Von Stephanie Zerm