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Umland Laatzen Nachrichten Tausende bei Eröffnung von notebooksbilliger
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00:15 17.11.2015
Rund Tausend Kunden warten vor dem Store auf Einlass. Quelle: Stephanie Zerm
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Alt-Laatzen

Mehr als eine Stunde lang mussten Kunden im Schnitt warten, bevor sie in dem neuen Store auf Schnäppchenjagd gehen konnten. Denn aus Sicherheitsgründen durften nur jeweils 150 Menschen zeitgleich in das Geschäft gelassen werden. Zusätzlich hatte das Unternehmen auf dem Parkplatz Absperrungen errichtet und einen Sicherheitsdienst beauftragt. "Bei der Eröffnung unseres Stores in Düsseldorf gab es ein großes Chaos. Das wollten wir hier vermeiden", erklärte Unternehmensgründer Arnd von Wedemeyer.

Bereits im Vorfeld hatte das Unternehmen gemeinsam mit der Stadt Laatzen und der Polizei ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet. Dieses sah neben dem Einsatz von Securitykräften und Absperrgittern auch die Erweiterung der Parkflächen vor. Extra zur Eröffnung hatte das Unternehmen rund 200 Stellplätze auf dem benachbarten Gelände des früheren Autohauses Dürkop angemietet. Zudem hatte es Kunden über das Internet aufgerufen, ihr Auto stehen zu lassen und mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

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Das Konzept ging offenbar auf. "Dank der guten Vorbereitung ist alles sehr gesittet", sagte Karin Schrader vom Ordnungsamt, die mit ihrem Kollegen Max Wilke darauf achtete, dass Wege und Zufahrten nicht zugeparkt wurden. Insgesamt haben sie lediglich zehn Knöllchen in den angrenzenden Straßen verteilt. Die Polizei sei zwar in Bereitschaft. "Aber es ist nicht nötig, dass sie kommt." Das befürchtete Verkehrschaos blieb aus - und auch die mehr als Tausend Kunden warteten geduldig auf Einlass, um dann entspannt durch das Geschäft zu schlendern.

"Das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt", fand Patrick Fache, der aus Hannover mit der Stadtbahn nach Laatzen gekommen ist. "Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt." Christian Krämer aus Soltau sah das ebenso: "Ich bin sehr zufrieden."

Eine Mitarbeiterin verteilte an die Wartenden kostenlos heißen Kaffee und Tee. Würstchen gab es für einen Euro, alkoholfreie Kaltgetränke für 50 Cent. Den Erlös aus dem Verkauf will das Unternehmen dem Kinder- und Jugendzentrum in Laatzen spenden.

Von Laatzen aus werden täglich 8000 Pakete versandt

Neben Computern bietet das Unternehmen an der Hildesheimer Straße 87 auch Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte an. Die Planung und der Umbau der Gebäude auf dem ehemaligen Gelände des Farbengroßhändlers Timpe & Mock hat rund ein Jahr gedauert.

Neben dem Geschäft nutzt das Unternehmen auf dem Gelände auch 820 Quadratmeter Büroflächen und ein etwa 5500 Quadratmeter großes und gut gesichertes Lager. "Von hier aus werden pro Tag etwa 8000 Pakete versandt, in der Weihnachtszeit sogar rund 12 000", erklärte Vorstand Oliver Hellmold.

Insgesamt arbeiten in der Niederlassung in Laatzen 180 festangestellte Mitarbeiter. Allein in der Logistik sind es 120. Bundesweit beschäftigt Notebooksbilliger.de an sieben Standorten in Deutschland mehr als 700 Mitarbeiter.

"Der Store in Laatzen ist mit 820 Quadratmetern unser größter", erklärt Unternehmensgründer Arnd von Wedemeyer, der mit einem hohen Umsatz rechnet. "In unserem nur 350 Quadratmeter großen Geschäft in München haben wir im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 25 Millionen Euro gemacht", sagt der 43-Jährige, der Betrieb mit 17 Jahren quasi aus seinem Kinderzimmer heraus gegründet hat. Seitdem ist der Jahresumsatz kontinuierlich gestiegen. Von 56,9 Millionen Euro im Jahr 2004 auf 620 Millionen im vergangenen Jahr. In diesem Jahr rechnet das Unternehmen, das 2008 zur AG firmierte, laut Vorstand Oliver Hellmold mit einem Umsatz von mehr als 700 Millionen. Bei Notebooks hat das Unternehmen laut Arnd von Wedemeyer mittlerweile einen Marktanteil von 20 Prozent. Dabei klingt das Erfolgskonzept denkbar einfach: "Wir sind ein Discounter mit Fachhandelscharakter und bemühen uns, unsere internen Kosten so gering wie möglich zu halten und Preisvorteile an unsere Kunden weiterzugeben."

Fotostrecke Laatzen: Tausende bei Eröffnung von notebooksbilliger

Von Stephanie Zerm

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