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20:10 24.01.2014
Von Astrid Köhler
Das öffentliche Telefon an den Laatzen Arkaden (Robert-Koch-Straße/Pettenkofer Straße) gehört zu den sechs Standorten, die 2014 von der Karte verschwinden. Quelle: Daniel Junker
Laatzen

Rein statistisch gesehen hat jeder Deutsche mindestens ein Handy. So liegt es nahe, dass öffentliche Fernsprecher kaum mehr genutzt und von der Telekom aus Kostengründen abgebaut werden. Bis zum Sommer sollen nach Stadtinformation weitere sechs Apparate in Laatzen aus dem öffentlichen Leben verschwinden.

Demontiert werden die Telefonzellen an den Laatzen Arkaden (Robert-Koch-Straße/Pettenkofer Straße) sowie die an den Standorten Am Wehrbusch 25, Albert-Schweitzer-Straße 12, Würzburger Straße/Marktstraße, Lange Weihe 15 und Hildesheimer Straße 214. Die monatliche Nutzungsdauer sei dort extrem niedrig oder sogar ganz bei null angekommen, heißt es in einer Mitteilung.

„Ich wohne seit etwa 30 Jahren in Laatzen, und ich kann mich nicht erinnern, in dieser Zeit überhaupt mal eine Telefonzelle benutzt zu haben“, sagt Günther Kruse. Wenn er doch mal eine gebraucht habe, sei oft der Apparat kaputt gewesen. Auch Wolfgang Klose kann sich an kein Gespräch in den letzten zehn Jahren aus einer Telefonzelle erinnern: „Ich telefoniere eigentlich nur von zu Hause.“

Etwas kurios ist die Situation in Laatzen-Mitte: Auf einem kurzen Abschnitt zwischen dem Eingangsbereich Leine Center und den Laatzen Arkaden stehen derzeit drei Fernsprecher. Bald werden es nur noch zwei sein. Der Abbau geht damit kontinuierlich weiter: Gab es 2009 noch 44 Telefonzellen, waren es vor drei Jahren schon nur noch 26. Die Frage, wie viele öffentliche Fernsprecher nach dem jetzt angekündigten Abbau in Laatzen bestehen bleiben, wollte das Unternehmen gestern nicht beantworten.

Die Entscheidung für den Abbau sei bedauerlich, aber wirtschaftlich nachvollziehbar, betonte Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Die Stadt sei nicht zustimmungspflichtig, aber darum bemüht, dass in jedem Ortsteil mindestens ein Apparat erhalten bleibe.

Astrid Köhler und Daniel Junker

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