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00:20 10.05.2018
Die Monooper "Das Tagebuch der Anne Frank" ist noch bis zum 25. Mai beim Theater für Niedersachsen zu sehen. Das TfN nimmt die Aufführung zum Anlass für eine Podiumsdiskussion, bei der am Sonntag, 27. Mai, das Thema Antisemitismus im Mittelpunkt steht. Quelle: T.Behind-Photographics
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Hildesheim

 “Antisemitismus – gestern, heute?“ lautet der Titel eines Podiumsgesprächs, das das Theater für Niedersachsen (TfN) für Sonntagabend, 27. Mai, im Stadttheater Hildesheim organisiert. Anlass der Theater-Extra-Veranstaltung sind die Inszenierung von „Das Tagebuch der Anne Frank“ sowie die Aufführung von „Die Blume von Hawaii“ des jüdischen Komponisten Paul Abraham. Beide Stücke sind derzeit beim TfN zu sehen und thematisieren den Völkermord sowie den Kulturverlust durch die NS-Diktatur . 

Bei der Diskussion sitzen die Zeitzeugin Lore Auerbach, die Regisseurin Tamara Heimbrock (Die Blume von Hawaii) sowie Operndirektor Florian Ziemen auf dem Podium. Die Moderation übernimmt Doris Wendt, organisiert wird die Veranstaltung vom „Freunde des TfN e.V.“  Beginn des Podiumsgesprächs ist um 19 Uhr im Foyer F1 des Stadttheaters an der Theaterstraße 6. Der Eintritt ist frei. 

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Mono-Oper ist noch viermal zu sehen

Seit Ende März läuft am TfN „Das Tagebuch der Anne Frank“ in Ko-Produktion mit dem Theater Hameln als sogenannte Mono-Oper. Diese hat Grigori Frid Ende der 1960er Jahre verfasst. Der russische Komponist lässt in seinem Stück eine einzelne Sängerin als Anne Frank die Geschichte erzählen, die Einblicke in das Leben einer jüdischen Familie in der Zeit des Nationalsozialismus gewährt. Frid nutzte fast ausschließlich den Originaltext des Tagebuchs als Grundlage für sein Libretto. Die Schilderungen der jungen Schriftstellerin und ihre tragische Geschichte sind bis heute sowohl Symbol als auch Dokument für den Völkermord der NS-Diktatur.

Die Mono-Oper ist noch viermal beim TfN zu sehen, und zwar am am Dienstag, 15. Mai, sowie am Mittwoch, 23. Mai, jeweils ab 19.30 Uhr. Am Donnerstag und Freitag, 24. und 25. Mai, beginnen die Vorstellungen bereits um 11 Uhr.

Weitere Operetten-Aufführungen nach Premiere

Die Operette „Die Blume von Hawaii“ feierte am 5. Mai Premiere beim TfN. Das Stück, das 1931 in Leipzig uraufgeführt wurde,  thematisiert die Geschichte der letzten Königin von Hawaii. Es dreht sich aber auch um das Finden der wahren Liebe, die Freuden des mondänen Lebens in Honolulu und Monte Carlo sowie die Zukunft der namensgebenden Inselkette im Pazifischen Ozean. Beim TfN können die Zuschauer die Erstaufführung der Rekonstruktion der originalen Abrahamschen improvisatorischen Musizierweise erleben. 

Weitere Aufführungen der „Blume von Hawaii“ sind am Sonnabend, 12. Mai, Sonntag, 27. Mai, sowie am Montag, 18. Juni, im Großen Haus des Stadttheaters Hildesheim

Von Daniel Junker

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