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Laatzen Orpheus verabschiedet sich aus Hildesheim
Umland Laatzen Orpheus verabschiedet sich aus Hildesheim
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11:53 17.12.2018
Georg Philipp Telemanns Barockoper „Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe“ ist nur noch einmal beim TfN zu sehen. Quelle: Falk von Traubenberg
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Hildesheim

Seit gut einem Jahr läuft die Barockoper „Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe“ beim Theater für Niedersachsen (TfN). Wer sie bis jetzt noch nicht gesehen hat, hat nur noch einmal die Gelegenheit dazu: Am Donnerstag, 27. Dezember, läuft die letzte Vorstellung der Telemann-Version im Stadttheater Hildesheim.

Der Komponist Georg Philipp Telemann hat den Orpheus-Mythos in seiner Umsetzung um die Figur der Königin Orasia erweitert: Sie ist ebenfalls in Orpheus verliebt und fädelt Eurydikes Tod durch einen Schlangenbiss ein. In Telemanns Werk finden sich viele musikalische Einflüsse aus Hannover und Braunschweig-Wolfenbüttel wieder: Hier kam der Komponist, der am 14. März 1681 in Magdeburg geboren wurde und am 25. Juni 1767 in Hamburg starb, mit französischer und italienischer Instrumentalmusik in Berührung.

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Telemann ist mit der Stadt Hildesheim eng verbunden. Der Musiker und Komponist kam 1697 in die Domstadt und verbrachte dort seine Jugendzeit. Am Gymnasium Andreanum erlernte er gleich mehrere Instrumente. Aufgrund seines Talentes wurde er auch für Auftragswerke engagiert. Telemanns Kompositionen prägten die Musikwelt der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts maßgeblich. Obwohl er sein Leben mit der Musik gut bestreiten konnte, geriet sein Werk nach seinem Tod zunächst wieder in Vergessenheit.

In der „Orpheus“-Oper vereint Telemann deutsche, italienische und französische Kompositionsstile. Zudem wird die Oper diesen drei Sprachen gesungen. Bei den italienischen und französischen Passagen werden deutsche Übertitel eingeblendet. Inszeniert werden die Aufführungen von der belgischen Regisseurin, Choreografin und Barock-Spezialistin Sigrid T’Hooft.

Beginn der letzten Orpheus-Vorstellung am Donnerstag, 27. Dezember, ist um 19.30 Uhr im Großen Haus des Stadttheaters Hildesheim. Karten gibt es zum Preis von 12 bis 36 Euro, ermäßigt ab 9 Euro, bei der HAZ/NP-Geschäftsstelle an der Albert-Schweitzer-Straße 1 in Laatzen-Mitte, beim TfN-Servicecenter an der Theaterstraße 6 in Hildesheim, unter Telefon (05121) 1693-1693 sowie im Internet auf www.tfn-online.de.

Von Daniel Junker

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