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Laatzen Ortsrat will Steinweg zur Fahrradstraße machen
Umland Laatzen

Rethen: Ortsrat will Steinweg zur Fahrradstraße machen

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00:18 11.06.2019
Geht es nach dem Ortsrat Rethen, soll der Steinweg zur Fahrradstraße werden. Quelle: Johannes Dorndorf
Rethen

 Über die Planungen für den Radverkehr in Rethen ist in den letzten Wochen viel debattiert worden – bei zwei neuen Vorschlägen herrschte jetzt hingegen Einigkeit unter Rethens Kommunalpolitikern. Der Ortsrat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, zwei Verbindungen innerhalb des Ortsteils für Radfahrer attraktiver zu machen – und zugleich noch einmal Alternativen zur umstrittenen Radverkehrsplanung auf der Hildesheimer Straße zu prüfen.

Konkret geht es um den Steinweg, der die Braunschweiger mit der Peiner Straße verbindet. In einem interfraktionellen Antrag sind sich SPD, CDU, FDP und Grüne einig, die Straße zur Fahrradstraße zu machen. Damit würde die Verbindung nach Laatzen-Mitte nicht nur für Radfahrer aufgewertet, sondern möglicherweise auch ruhiger für die Anwohner. Es gebe immer wieder Beschwerden über Autofahrer, die in der schmalen Straße zu schnell fahren, argumentieren die Fraktionen in ihrem Antrag: „Eine Umwidmung zur Fahrradstraße würde an dieser Stelle zur Verkehrsberuhigung beitragen.“ Die Straße soll zwar weiterhin für den Autoverkehr befahrbar sein, blaue Symbole auf der Fahrbahn würden aber auf den Vorrang von Radfahrern hinweisen, die zudem nebeneinander fahren dürfen.

Ortsrat wünscht Freizeitradweg an der Sehlwiese

Darüber hinaus will der Ortsrat beim geplanten Lückenschluss zwischen Rethen und Gleidingen an der Sehlwiese einen Radweg als Ergänzungs- und Freizeitroute ausweisen lassen. „Die zusätzliche Verbindung für Radfahrer soll einen Anreiz geben“, begründete CDU-Ortsratsmitglied Peter Friedsch den Vorschlag. „Die Hildesheimer Straße wird in Bezug auf den Radverkehr entlastet“, ergänzte Rita Heitsch (SPD). Beide Vorschläge sollen nun in den Verkehrsentwicklungsplan der Stadt aufgenommen werden. Grundsätzlich stimmte der Ortsrat dafür, alle Vorhaben dieses Planes unter den Vorbehalt künftiger Einzelbeschlüsse der Ratsgremien zu stellen.

Der Radweg von Rethen nach Gleidingen ist derzeit in beide Richtungen für Fahrräder freigegeben. Künftig sollen Radfahrer in Südrichtung einen Schutzstreifen auf der rechten Seite der Fahrbahn nutzen. Quelle: Johannes Dorndorf

Lässt sich Schutzstreifen auf Hildesheimer Straße vermeiden?

Unzufrieden ist der Ortsrat nach wie vor mit den Plänen der Region Hannover, auf der Westseite der Hildesheimer Straße in Richtung Gleidingen einen Radfahrstreifen anzulegen. Anlass dafür ist der geplante Bau eines Hochbahnsteigs an der Stadtbahnhaltestelle Galgenbergweg. Die bisherigen Pläne sehen vor, dass Radfahrer in Richtung Süden künftig nur noch den Schutzstreifen auf der Fahrbahn nutzen dürfen und lediglich in Nordrichtung die Wahl zwischen dem für Radfahrer freigegebenen Gehweg und der Fahrbahn bekommen. Der Ortsrat ruft die Verwaltung auf, mit der Region über Alternativen zu diskutieren. Geprüft werden sollen drei Varianten: ein Zweirichtungsradverkehr auf der Ostseite, ein Schutzstreifen nur auf der Westseite bei Beibehaltung des bestehenden Fuß- und Radweges gegenüber sowie Schutzstreifen auf beiden Seiten.

Nach Verwaltungsangaben kommt die erste Variante aus Platzgründen nicht infrage: „Das Regelmaß für einen einseitigen Zweirichtungsradweg beträgt drei Meter“, sagt Stadtsprecherin Nele Beck – der Fußgängerverkehr sei dabei noch nicht berücksichtigt. Tatsächlich sei der Gehweg auf der Hildesheimer Straße jedoch je nach Abschnitt zwischen zwei und 4,70 Meter breit. Außerdem stünden in der Mitte des Weges zum Teil alte Bäume, die unter Schutz stünden. Hinzu komme, dass die aktuellen Pläne für den Hochbahnsteig am Galgenbergweg nur minimale Änderungen im Straßenprofil der Hildesheimer Straße mit sich brächten. Daraus ließen sich deshalb „keine anderen Lösungen zur Führungen des Radverkehrs ableiten“. Mit anderen Worten: Der Eingriff ist zu klein, um eine fundamental neue Radwegeführung zu finanzieren.

Von Johannes Dorndorf

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