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Laatzen Stadt: Leine soll für Kanuten und Schwimmer offen bleiben
Umland Laatzen

Stadt Laatzen: Leine soll für Kanuten und Schwimmer offen bleiben

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17:31 27.09.2019
Bei Kanuwanderern ist die Leine wie hier in Alt-Laatzen sehr beliebt. Die neuen Naturschutzregeln sehen allerdings vor, die Nutzung bis zum 15. Juli des Jahres zu verbieten. Quelle: Daniel Junker
Laatzen

Was wird künftig in der Leinemasch erlaubt, was verboten sein? Der neue Entwurf für das Naturschutzgebiet (NSG) Leineaue zwischen Hannover und Ruthe hatte zuletzt erhebliche Proteste vom Boots-Club Laatzen ausgelöst. Auch die Stadt Laatzen dringt jetzt auf Änderungen des Entwurfs. Damit soll sichergestellt werden, dass die Masch für Veranstaltungen wie das Leineschwimmen und den Leinelauf sowie für den Kanubetrieb offen bleibt.

Boots-Club fürchtet um Sportbetrieb

Dirk Kröger, Vorsitzender des Boots-Clubs Laatzen, bekräftigte am Mittwochabend im Stadtentwicklungsausschuss noch einmal seine Kritik am Entwurf. „Mit den Regeln ist kein Sportbetrieb mehr aufrechtzuerhalten“, klagte er. So sehe die Verordnung vor, dass die Leine erst nach Ende der Brut- und Setzzeit ab dem 15. Juli eines jeden Jahres befahren werden darf. Zieht man den Spätherbst und Winter ab, blieben damit nur drei Monate für den Sportbetrieb. Außerdem müsse es eine Ausnahme für das Bootshaus Laatzen nahe der Talstraße geben, das am sonst für das An- und Ablegen neuerdings gesperrten westlichen Leineufer liegt.

Die Stadt schließt sich den Forderungen an. „Es wird darum gebeten, das Grundstück des Boots-Clubs Laatzen genau wie bereits das Gelände des Wiesendachhauses, die Kleingärten im Bereich Schaar sowie das Gelände des Wasserwerks aus dem Naturschutzgebiet herauszunehmen“, heißt es wörtlich in der offiziellen Stellungnahme zum NSG-Entwurf. Gegen die Sperrzeit für Kanus bis Mitte Juli hat die Kommune grundsätzlich keine Bedenken, will aber eine Ausnahme für die Vereine im Deutschen Kanu-Verband erreichen.

Stadt will Leinelauf retten

Auch für andere Nutzer der Leinemasch müssten Ausnahmen festgehalten werden. Um den Leinelauf nicht zu gefährden, der jährlich vom Alten Rathaus durch Teile der Masch führt, soll es eine Art „Lex Leinelauf“ geben: Freigestellt werden sollten demnach „Laufveranstaltungen mit nicht mehr als 1000 Teilnehmenden, sofern Start und Ziel außerhalb des Gebietes liegen“.

Partei ergreift die Stadt auch zugunsten der Fischereivereine. Außer dem Langen Teich am Wiesendachhaus müssten noch weitere Gewässer als Angelgewässer ausgewiesen werden. Dazu zählen der sogenannte Üstra-Teich nördlich der B 443, der Zuckerteich südlich der B­ 443 als Eigentumsgewässer der Angelfreunde Zucker Rethen sowie der Bergmannteich des Fischereivereins Laatzen, der sich südwestlich daran anschließt.

Ausnahmen auch für Schwimmer und Kanufahrer

Sicherstellen will Laatzen zudem die Zukunft des Leineschwimmens, das die SpVg Laatzen jährlich ausrichtet: Dafür bedürfe es einer entsprechenden Formulierung im Entwurf wie für die Nutzung der bestehenden Ein- und Ausstiegspunkte für Kanufahrer auf der Ostseite der Leine. Die Stadt schlägt vor, die Bootsanlegestellen an der Ohestraße, südlich der Talstraßenbrücke und am Boots-Club Laatzen im Entwurf für das NSG darzustellen.

CDU-Fraktionschef Christoph Dreyer regte im Fachausschuss an, dass auch die laufende Entkrautung des Langen Teichs sichergestellt werden müsse – denn der Fischereiverein habe sich gegenüber den Fördermittelgebern dazu verpflichtet. Sollten die neuen Naturschutzregeln dies unterbinden, drohe eine Rückzahlung der Fördergelder.

Für die Ausweisung des neuen Naturschutzgebiets ist die Region Hannover zuständig. Sie kommt damit einer EU-Auflage nach, laut der sogenannte Flora-Fauna-Habitate unter Naturschutz gestellt werden müssen, sodass EU-Recht in nationales Recht umgewandelt werde. Auf Laatzener Gebiet hatte die Region bereits 2018 das Naturschutzgebiet Bockmerholz, Gaim ausgewiesen.

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