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Langenhagen Agenda 2030: Nachhaltiges Engagement ist gefragt
Umland Langenhagen Agenda 2030: Nachhaltiges Engagement ist gefragt
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14:05 13.12.2018
Ein Projekt im Sinne der Agenda 2030: der „öffentliche Blumen- und Gemüsegarten“ in Kaltenweide. Quelle: Sven Warnecke
Langenhagen

Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen ist ein mehr als lokales Thema. Doch genau das hat in der jüngsten Ratssitzung zu einer weit umfassenden Diskussion geführt. Diese reichte vom Militäretat der Bundeswehr bis hin zur hiesigen Blumenwiese. Mit dem UN-Papier soll die nachhaltige Entwicklung und Bekämpfung der Armut forciert werden. Der vom Deutschen Städtebund entwickelten Musterresolution hat der Langenhagener Rat – wie viele Kommunen zuvor bereits auch – dann zugestimmt.

Mit der Annahme der Resolution signalisiere Langenhagen nun die Bereitschaft, sich für ausgewählte Themen der Nachhaltigkeit zu engagieren und sie im Rahmen der Möglichkeiten umzusetzen. Das könnte etwa entwicklungspolitische Bildungsarbeit vor Ort sein, partnerschaftliche Netzwerke oder kommunale Strategien zum Klimaschutz, listete SPD-Ratsherr Wolfgang Langrehr auf, dessen Fraktion den Antrag eingebracht hat. Seinen Angaben zufolge gebe es klar definierte Ziele: Danach sollen „Städte und Siedlungen sicher, widerstandsfähig und nachhaltig“ gemacht werden. Dabei gelte es aber auch, eine belastbare Infrastruktur aufzubauen und eine nachhaltige Industrialisierung zu fördern.

Und die Stadt habe sich Langrehrs Angaben zufolge bereits in vielfältiger Weise im Sinne der Agenda betätigt. „Nur nennen wir das bislang nicht so“, meinte der Sozialdemokrat. Gleichwohl spricht er von einem idealen Stadtmarketing-Instrument. Als Beispiel nannte er etwa die am Schulzentrum installierten Nabu-Nistkästen und den Bienenstand auf dem Dach des Rathauses. Zudem habe sich Langenhagen mit einem Pilotprojekt „Öffentlicher Blumen- und Gemüsegarten“ in Kaltenweide engagiert. Dieses wurde gemeinsam mit der Partnerstadt Bijeljina initiiert.

Der SPD-Antrag fand schließlich auch Zustimmung bei der Gruppe Grüne/Unabhängige, der FDP und den Linken. Die CDU sieht die Resolution indes als wenig sinnvoll an, enthielt sich der Stimme. Deren Fraktionschef Reinhard Grabowsky sprach gar von einem „Papiertiger“. Vielmehr sei tatkräftiges Handeln vor Ort erforderlich, um eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen, und eben nicht die von der UN vorgegebenen, forderte er. Domenic Veltrup (BBL) warnte davor, sich nach der Zustimmung nun einfach zurückzulehnen. Vielmehr müssten die noch zu definierenden Ziele unterfüttert werden. Das unterstrich auch Felicitas Weck (Linke): „Ich glaube, dass wir uns da sehr viel vornehmen. Und es wird nicht nur darum gehen, diesen Beschluss zu kommunizieren, sondern ihn auch mit Leben zu füllen.“

Von Sven Warnecke

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