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Langenhagen Bundespolizei am Flughafen: Leiter Hartmut Dallmann geht in den Ruhestand
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Bundespolizei am Flughafen in Langenhagen: Leiter Hartmut Dallmann geht in den Ruhestand

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13:42 25.11.2019
Der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Martin Kuhlmann (rechts), überreicht Hartmut Dallmann bei der Verabschiedung in den Ruhestand im Namen des Bundesinnenministers eine Urkunde zum Dank. Von den Kollegen bekommt der 63-Jährige ein Geschenk mit Flugzeug. Quelle: Julia Gödde-Polley
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Langenhagen

Nach 47 Jahren und drei Monaten Dienst für den Bundesgrenzschutz und die Bundespolizei ist Schluss: Der Erste Polizeihauptkommissar Hartmut Dallmann geht zum 1. Dezember in den Ruhestand. In den vergangenen elf Jahren war er bei der Bundespolizeiinspektion am Flughafen in Langenhagen als stellvertretender Leiter tätig, seit Mai 2018 als Chef. „Viele von uns kennen den Flughafen gar nicht anders, ohne Herrn Dallmann“, sagte Flughafenchef Raoul Hille bei der offiziellen Verabschiedung am Airport. „Er war immer da.“

Martin Kuhlmann, Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, würdigte das Engagement des 63-jährigen Dallmann und bezeichnete ihn als wahren Experten im Luftsicherheitsbereich. Dabei hatte Dallmann 1972 zunächst bei der Deutschen Bundesbahn angefangen und nach 1992 im Grenzschutzamt Hannover die Bahnpolizei mit aufgebaut. Als am 30. Dezember 2018 ein Auto auf das Flughafenvorfeld fuhr, habe Dallmann die Lage „souverän geführt“, sagte Kuhlmann. Er beschrieb den 63-Jährigen unter anderem als diszipliniert, gerecht, gradlinig, hartnäckig und pflichtbewusst. Er sei durchaus streitbar, aber immer an der Sache orientiert. „Sie hatten alles im Griff“, sagte er in seiner Laudatio.

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Dallmann: „Ich bin nicht nur gelandet, ich bin auch angekommen“

Ihn hätten in den vergangenen elf Jahren viele Einsatzlagen bewegt und geprägt, berichtete Dallmann. Dazu zählte er Staatsbesuche unter anderem von Barack Obama, Flüchtlingsflüge und Sammelabschiebungen sowie den Vorfall Ende vergangenen Jahres. Eigentlich wollte er schon vor mehr als zwei Jahren in den Ruhestand gehen, doch auf Bitten verlängerte der 63-Jährige dreimal seinen Dienst. Er habe eine „hohe Berufszufriedenheit“, bilanzierte er. Der sachliche und faire Umgang aller Akteure am Airport habe ihn sofort begeistert. „Ich bin nicht nur gelandet, ich bin auch angekommen“, sagte er über seine Jahre am Flughafen. Seinen Kollegen sprach er einen Dank aus.

In den vergangenen elf Jahren habe Dallmann mindestens 2530 Äpfel fein säuberlich aufgeschnitten und gegessen, rechnete der stellvertretende Inspektionsleiter Riccardo Fichte nach. Zudem habe er mindestens 7920 Kilometer zurückgelegt. „Das werden wir im Guinness-Buch der Dienststelle eintragen lassen.“

Kommissarische Leitung der Bundespolizeiinspektion

Im Ruhestand – der Eintritt sei die Krönung des Berufslebens – werde ihm nicht langweilig werden, meint Dallmann. Er wolle erst mal die Weihnachtszeit genießen und sich dann seinem Hobby Skifahren intensiver widmen, sagte der 63-Jährige, der verheiratet ist sowie eine Tochter und drei Enkelkinder hat.

Einen nahtlosen Übergang bei der Leitung der Bundespolizeiinspektion gibt es nicht. Die Stelle sei ausgeschrieben, und es gebe Bewerbungen, berichtete Kuhlmann. Bis Anfang 2020 übernimmt deshalb Fichte, der auch die Führungsgruppe leitet, diese Aufgabe kommissarisch.

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Von Julia Gödde-Polley

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