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Langenhagen Dichter Rauch und Flammen: So übt die Feuerwehr für den Ernstfall
Umland Langenhagen

Dichter Rauch und Flammen: Feuerwehr Langenhagen übt für den Ernstfall

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15:51 30.11.2019
34 Einsatzkräfte trainieren in einem alten Industriegebäude für den Ernstfall. Quelle: Stephan Bommert/Feuerwehr Langenhagen
Langenhagen

Mehrfaches lautes Knallen hat am Donnerstagabend ein brach liegendes Industriegebäude in Langenhagen erschüttert. Aus zerstörten Fenstern entwich dichter Rauch, und kurze Zeit später waren die ersten Flammen sichtbar. Was alles wie ein echter Kellerbrand wirkte, entpuppte sich aber für die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehr Langenhagen als Übung, die Christopher Klein und Marcel Hofmann gemeinsam mit Zugführer Karsten Patzen ausgearbeitet hatten. Die Ehrenamtlichen trainierten für den Ernstfall – mit einem richtigen Brand und Rauch, der nach Holz roch.

Die Feuerwehrkräfte wurden um 19.12 Uhr alarmiert, kurze Zeit später trafen der Löschzug der Ortsfeuerwehr – dazu gehören ein Führungsfahrzeug, zwei Löschfahrzeuge und die Drehleiter – sowie ein weiteres Tanklöschfahrzeug und der Rüstwagen am Einsatzort ein. Insgesamt waren 34 Einsatzkräfte unter der Leitung von Lars Sill zu dem zum Abriss freigegebenen Gewerbegebäude geeilt, berichtete Feuerwehrsprecher Stephan Bommert.

Für die Jahresabschlussübung der Feuerwehr Langenhagen werden die Aktiven zu einem alten Industriegebäude alarmiert. Dort erwartet die Einsatzkräfte ein komplexes Szenario.

Atemschutzträger retten Puppen aus Gebäude

Sill dirigierte die Aktiven während der eineinhalbstündigen Einsatzübung. Und das Szenario hatte es in sich: Um in das Gebäude zu gelangen, öffneten die Ehrenamtlichen zunächst eine Kette am Einfahrtstor und erkundeten anschließend das Objekt. „Sechs Atemschutztrupps wurden im Übungsverlauf zur Menschenrettung und Brandbekämpfung eingesetzt“, sagte Bommert nach Ende des Trainings. Die Einsatzkräfte konntem in dem Keller nicht viel sehen, in den Brandräumen spürten die Atemschutzträger die Wärme. Parallel „retteten“ weitere Einsatzkräfte Puppen aus den oberen Stockwerken des Gebäudes. Dabei kam auch die Drehleiter zum Einsatz.

Um das Feuer zu löschen, mussten die Aktiven eine Leitung zu einem mehrere Hundert Meter entfernten Hydranten legen, berichtet Bommert. Am Ende übte die Ortsfeuerwehr die Belüftung von Gebäuden mit mehreren Druckbelüftungsgeräten. „Alles in allem optimale und realistische Übungsbedingungen“, bilanziert Bommert.

Alle Polizei- und Feuerwehrmeldungen aus Langenhagen finden Sie im Polizeiticker.

Von Julia Gödde-Polley

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