Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Langenhagen Neuer Edeka-Markt an Walsroder Straße ist eröffnet
Umland Langenhagen

Edeka Vorstand: Dieser Edeka-Markt in Langenhagen ist ein Schmuckstück

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
18:00 26.09.2019
Am Eröffnungstag haben sich viele Kunden zu dem Markt aufgemacht. Quelle: Sven Warnecke
Anzeige
Langenhagen

Über Monate haben Bauarbeiter das Geschehen auf dem einstigen Norta-Gelände bestimmt. Viele Langenhagener – vor allem auch die Nachbarn – hatten die Entstehung des neuen Edeka-Marktes der Familie Cramer gespannt verfolgt. Nun hat nach einem Jahr Bauzeit das Warten ein Ende: Seit Donnerstag ist das Lebensmittelgeschäft an der Walsroder Straße geöffnet.

Nach zwölf Monaten Bauzeit eröffnet Edeka sein Geschäft an der Walsroder Straße in Langenhagen.

Für Edeka-Vorstandssprecher Mark Rosenkranz ist dieser Markt ein „Schmuckstück“ – landesweit. Und er werde von „einer der erfolgreichsten Edeka-Unternehmerfamilie betrieben“, lobte er. Cramers betreiben nunmehr neun Märkte mit einer Gesamtverkaufsfläche von 24.000 Quadratmetern und beschäftigen 750 Menschen. Für Rosenkranz sei die Familie ein Musterbeispiel für unternehmerisches Handeln, jetzt in dritter Generation.

Nachbarn waren zunächst skeptisch

„Ich bin zufrieden“, sagte Klaus Austermann. Der Nachbar war zunächst Kritiker des Bauprojektes. Das brachte er auch in Sitzungen des Bauausschusses und des Rates zur Sprache. „Ich habe mit Herrn Cramer und seinem Architekten bei einem Kaffee ein Gespräch geführt“, berichtete er. Danach seien alle Probleme behoben worden.

Nach einem Jahr Bauzeit steht der neue Markt

Nach dem Kauf des Areals zum Jahreswechsel 2016/2017 standen für Jürgen Cramer Dutzende Gespräche mit Architekten und der Bauverwaltung an. Es mussten nicht unerhebliche Probleme aufgrund des kontaminierten Bodens nach der jahrzehntelangen Nutzung als Industriestandort sowie der nötigen Sanierung bewältigt werden. Doch letztlich wurde im September 2018 die Baugenehmigung erteilt. In der Folge wuchs das Gebäude rasch. Nun finden Kunden auf etwa 2800 Quadratmetern Verkaufsfläche gut 50.000 verschiedene Produkte. Die Nutzfläche des Marktes beträgt etwa 4500 Quadratmeter. Cramers Angaben zufolge hat sein Unternehmen einen mittleren siebenstelligen Betrag in den Bau investiert.

Kunden freuen sich über neue Einkaufsmöglichkeit

Die Reaktion der Kunden spricht Bände. „Ich freue mich riesig“, sagte Kathrin Austermann aus Krähenwinkel. Nun müsse sie nicht mehr bis nach Großburgwedel fahren, um bei Edeka-Cramer einkaufen zu können. Der Langenhagener Thomas Schulze fasste sich knapper: „Toller Laden.“ Nachbar Matthias Gleichmann freute sich ebenfalls über die Eröffnung, auch wenn es in der Umgebung eigentlich bereits genug Angebote gegeben hätte, schränkte er ein.

Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer ließ bei der Eröffnung keinen Zweifel daran, dass er sich für die Stadt freue – vor allem für die Bürger. Denn das neue Geschäft sei ein deutlicher Frequenzbringer für die Walsroder Straße. Und das auf „historischem Boden“, wie er betonte. Denn bevor die Burgdorfer Familie das Areal kaufte, stand dort knapp 100 Jahre lang die Norta-Tapetenfabrik und damit ein Stück kommunaler Wirtschaftsgeschichte. Apropos 100 – über so viele neu geschaffene Arbeitsplätze in der Stadt freute sich Heuer ebenfalls.

Cramer stellt auch Quereinsteiger ein

Nach Auskunft von Marktleiter André Fiolek wurde im Februar begonnen, Mitarbeiter zu suchen. „Von März bis August habe ich 600 Bewerbungsgespräche geführt“, berichtete er. Dass es so gut laufen würde, hatte er angesichts des Fachkräftemangels nicht gedacht. Doch sein Unternehmen setze auch auf Quereinsteiger. „Wichtig ist, dass die Leute Lust dazu haben“, so Fiolek. Und der Großteil seiner neuen Kollegen kommt sogar aus Langenhagen.

Klimaschutz: Verwaltung setzt auf Freiwilligkeit

Was den Bürgermeister ebenfalls freut, ist die Tatsache, dass die Unternehmerfamilie von sich aus auf ein begrüntes Dach gesetzt hat – ohne politische Vorgaben. Heuer erinnerte daran, dass genau das in den jüngsten politischen Diskussionen per Satzung gefordert worden war. Doch die Mehrheit im Rat setzt wie die Verwaltung auch auf Einsicht und Freiwilligkeit. Wenn Unternehmen einen wirtschaftlichen Vorteil in der Verwendung regenerativer Energien sehen, brauche es keine Satzung, argumentierte Heuer.

Für Familie Cramer gehört der Klimaschutz beim Bau dazu. „Es ist unser Anspruch, etwas für die Umwelt zu tun“, sagte Cramer. Allein das begrünte Dach berge nur Vorteile, er habe bei seinen anderen Märkten ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Es sorge in jeder Jahreszeit für ein angenehmes Raumklima. Viel wichtiger sei aber, dass es so bei Starkregen zu keinen Überschwemmungen komme, das Wasser besser gespeichert werde. Dank der Fotovoltaikanlage werde ein Drittel des benötigten Stroms selbst erzeugt und die im Markt entstehende Abwärme hundertprozentig weitergenutzt. „Anfangs ist die Investition zwar höher, aber über die Strecke lohnt sich das“, betonte Cramer und sprach von einer klassischen Win-win-Situation.

Dazu lesen Sie auch

Neuer Edeka-Markt öffnet nach zwölf Monaten Bauzeit

Gut 100 Mitarbeiter finden eine Stelle beim neuen Supermarkt Edeka-Cramer

Cramer schafft mit neuem Supermarkt 120 Jobs

Supermarkt-Bau auf Norta-Gelände hat begonnen

Feuerwehrmann bei Brand auf Norta-Gelände verletzt

Edeka-Markt wächst auf den Ziegeln der Norta-Fabrik

„Bau soll so schnell wie möglich starten“

Neuer Supermarkt auf Norta-Gelände?

Gegenwind für Studie auf dem Norta-Gelände

Von Sven Warnecke

Langenhagen Die tägliche Hannover-Glosse „Lüttje Lage“: Die Koffer-Klinik

So bemerkenswert kann das Leben in Hannover sein: In der täglichen Kult-Glosse „Lüttje Lage“ erzählen HAZ-Autoren von den skurrilen, absurden und lustigen Erlebnissen des Alltags. Heute: Die Koffer-Klinik

26.09.2019

Eine 25-jährige Frau aus Helmstedt soll in einem Supermarkt in Garbsen eine Kundin bestohlen haben – und dabei ihre kleinen Kinder zur Ablenkung genutzt haben. Sie muss sich seit Donnerstag vor dem Amtsgericht Hannover verantworten.

26.09.2019

Die Gesellschaft für Behindertenarbeit (GBA) gibt es nicht mehr. Doch nur der Name ist weg: Das gemeinnützige Unternehmen firmiert künftig unter Lebenshilfe Langenhagen-Wedemark. Am Sonnabend werden die Gäste des Kartoffelfestes in der Stiftung Lindenhof begrüßt.

01.10.2019