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Langenhagen Ein Tanz zum Abschluss: So war die Sommerfreizeit der Musikschule
Umland Langenhagen

Ein Tanz zum Abschluss: So war die Sommerfreizeit der Musikschule Langenhagen auf Föhr

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17:36 14.08.2019
Die Musikschule Langenhagen kehrt aus Föhr zurück - zur Begrüßung gibt es einen Tanz aller Beteiligten. Quelle: Stephan Hartung
Langenhagen

 Es sah aus wie ein Flashmob. Am Montagabend hielten drei große Busse auf dem Parkplatz des Schulzentrums. Die Passagiere waren die 134 Teilnehmer und 21 Betreuer der Ferienfreizeit der Musikschule Langenhagen. Ohne ausufernde Begrüßungen der wartenden Eltern ging es sofort los – mit einem einstudierten Tanz.Und erst danach durften die Eltern ihre Kinder auch wirklich in den Arm nehmen.

Die Aktion bildete den Abschluss einer zehntägigen Fahrt auf die nordfriesische Insel. „Es war eine überragende Freizeit. Wir hatten eine tolle Harmonie untereinander“, sagt Stefan Polzer, stellvertretender Leiter der Musikschule. Der Chef des Sommercamps weist darauf hin, „dass man über eine lange Zeit auf engstem Raum zusammenhockt“. Ohnehin sei die Stimmung super gewesen unter den Teilnehmern und Betreuern. „Jeder hat jedem geholfen. Denn jeder hat auch mal einen schlechten Tag“, sagt Polzer. Probleme angesichts fehlender Betreuer, so wie es beim SC Langenhagen der Fall ist und zur Aufgabe der Freizeit am Lensterstrand nach mehr als 55 Jahren geführt hat, hat die Musikschule auch. Das hatte Polzer im Vorfeld der Freizeit berichtet. Doch: „Mich haben bereits drei Teilnehmer gefragt, ob sie im nächsten Jahr als dann 18-Jährige als Betreuer mitfahren können.“

155 Musiker sind von Föhr nach Langenhagen zurückgekehrt. Mit im Gepäck haben sie viele Erinnerungen an die diesjährige Sommerfreizeit der Musikschule.

Handys sind verboten

Erfreut haben Polzer auch die gemeinsamen Aktivitäten der Teilnehmer. „Analoges Spielen“ nennt es der Leiter. Im Vorfeld hatte er in Elternbriefen darum gebeten, dass die Kinder ihr Smartphone nicht mitnehmen. Außerhalb der Zimmer war das Telefon ohnehin verboten. Und siehe da, es funktionierte. „Versteckenspielen war beispielsweise bei den 13- bis 17-Jährigen beliebt. Die haben sich damit zwei Stunden beschäftigt“, berichtet der stellvertretende Musikschulleiter.

Die ersten fünf Tage standen im Zeichen von intensiven Arbeitsphasen. Die Musiker wurden eingeteilt in drei Sparten: Bandprojekte für Gesang, Gitarre oder Klavier, Bläser für das Blasorchester und die Percussion-Group Langenhagen (PGL). Für die PGL stellte die Zeit auf Föhr sogar ein kleines Trainingslager dar, denn am 8. September geben sie ab 17 Uhr ihr Jahreskonzert im Langenhagener Theatersaal. Am sechsten Tag folgte traditionell das Konzert. Den Auftritt bewarb die Musikschule mit kleinen Straßenkonzerten im Zentrum der Ortschaft Nieblum. Am Abend folgte dann die Aufführung auf dem Gelände des ehemaligen Schullandheims, wo die Musikschule zum neunten Mal in Folge untergebracht war. 200 Besucher hörten zu, darunter sogar Stammpublikum, berichtet Polzer. „Mir haben zwei Hoteliers aus Nieblum erzählt, dass sie Gäste haben, die sich vor ihrer Anreise nach dem Termin unserer Freizeit erkundigen.“

Teilnehmer haben gemeinsam Freizeit

Die restlichen Tage war Freizeit bei der Freizeit – im wahrsten Sinne. Dann konnten auch die 85 Musiker ihre Instrumente zur Seite legen –und gemeinsame Tage mit weiteren 49 Kindern, die ohne Bezug zur Musik mit nach Föhr gefahren waren, verbringen. Täglich auf dem Programm stand aber das Einstudieren des Tanzes, den sich die Betreuerinnen Ergem Cetinbag und Esther Grothe ausgedacht hatten.

Wichtig für den Tourismus auf Föhr: Die Musikschule ist im Jahr 2020 vom 17. bis 27. Juli auf der Insel.

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Von Stephan Hartung

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