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Langenhagen Energieberater helfen: Wie können Hausbesitzer etwas für den Klimaschutz tun?
Umland Langenhagen

Energieberater in Langenhagen helfen: Wie können Hausbesitzer etwas für den Klimaschutz tun?

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12:43 01.10.2019
Hausbesitzer Hans-Joachim Ferle (Zweiter von rechts) hat in seinem Heizungskeller Besuch von Christine Pfülb, Energieberater Peter Czaikowski und Tina Hackfurth (links). Quelle: Sven Warnecke
Langenhagen

„Für den Klimaschutz kann jeder etwas tun, dafür ist auch niemand zu alt“, sagt Hans-Joachim Ferle. Der 79-jährige Langenhagener hatte Vertreterinnen der Region Hannover und der Stadt sowie einen unabhängigen Energieberater zu Besuch in seinem 1964 gebauten Haus. Bei dem als Sporttrainer vom TSV Krähenwinkel/Kaltenweide bekannten Ferle startete die kostenlose Heizungsvisite in Langenhagen. Zwischen Montag, 30. September, und Sonntag, 3. November, inspizieren zwei unabhängige Energieberater die Technik in den Häusern und machen Verbesserungsvorschläge.

Einer der beiden Berater ist Peter Czaikowski. Er konnte bei Ferle ein durchweg positives Fazit zu der 2003 installierten Gasheizung ziehen. Die im Haus verbaute Technik sei auch dank einer Hocheffizienzpumpe modern und liefe einwandfrei, die Fassade des Gebäudes sei ordentlich gedämmt. „Es beruhigt mich zu wissen, dass wir im Keller gut aufgestellt sind“, kommentierte das Ferle. Lediglich bei der Isolierung der Heizungs- und Warmwasserleitungen im Keller könne nachgebessert werden, urteilte Czaikowski. „Wir können uns gut vorstellen, die Vorschläge des Energieberaters umzusetzen, denn für Umwelt- und Klimaschutz tun wir gern etwas“, sagte Ferle.   

Gedämmte Leitungen bieten Einsparpotenzial

Hausbesitzer Hans-Joachim Ferle will die Leitungen nun isolieren lassen. Das Einsparpotenzial beträgt etwa 5 Prozent. Quelle: Sven Warnecke

Allein eine neue Dämmung der Leitungen würde sich auch im Portemonnaie des Hausbesitzers bemerkbar machen, erklärt der Energieberater. Damit ließen sich allein etwa 5 Prozent Energiekosten einsparen. Doch bei den Beratungen gehe es in erster Linie um eine Optimierung der Technik.

„Heizungsanlagen steht im Winter wieder ein Marathon bevor“, sagt Tina Hackfurth, Projektverantwortliche bei der Klimaschutzagentur Region Hannover. Aus diesem Grund sei es wichtig, die Anlage zu testen, ergänzt Czaikowski. Das gelte vor allem dann, wenn die Heizkörper nur lau bleiben, die Leitungen gluckern oder die Anlage insgesamt zu viel verbraucht. Dann gehöre das Heizsystem auf den Prüfstand. Hackfurths Angaben zufolge würden etwa zwei Drittel aller Heizungsanlagen nicht optimal laufen. „Als Hausbesitzer bekommt man das meist nur nicht mit.“

Für den Einbau moderner Technik gibt es Zuschüsse

Hausbesitzer Hans-Joachim Ferle (von rechts) hat in seinem Heizungskeller Besuch von Christine Pfülb, Energieberater Peter Czaikowski und Tina Hackfurth. Quelle: Sven Warnecke

„Es lohnt sich immer, etwas zu tun. In anderen Heizungskellern ist oft noch mehr Potenzial als bei Herrn Ferle“, sagt Christine Pfülb, Klimaschutzmanagerin der Stadt. Sie setzt darauf, dass dem Beispiel des Sporttrainers in den nächsten Wochen viele Langenhagener folgen werden. „Schon mit kleinen Maßnahmen können Eigentümer viel Geld und Energie sparen. So nützt der Heizungscheck auch dem Klima“, sagt Hackfurth. Und für den Einbau moderner Technik gebe es auch Zuschüsse von bis zu 15 Prozent, stellt Czaikowski in Aussicht.

Hausbesitzer aus der Stadt Langenhagen können sich unter Telefon (0511) 22002288 oder im Internet auf www.gutberatenstarten.de für eine kostenlose Heizungsvisite anmelden.

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Von Sven Warnecke

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