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Langenhagen Himmelfahrt: Stadt und Polizei schränken das Feiern deutlich ein
Umland Langenhagen

Himmelfahrt in Langenhagen: Stadt und Polizei schränken das Feiern deutlich ein

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00:18 31.05.2019
Es sollen alle friedlich feiern können. Doch vorsorglich hat die Stadt Langenhagen eine Allgemeinverfügung erlassen. Quelle: Archiv
Langenhagen

„Jeder der sich ordentlich benimmt, im angemessenen Rahmen feiert und nicht über die Stränge schlägt, der sich selbst und andere nicht verletzt oder beleidigt und unsere Parks und Anlagen in einem ordentlichem Zustand hinterlässt, ist in Langenhagen zum Feiern herzlich willkommen“, betont Boris Ehrhardt, Leiter der kommunalen Abteilung Sicherheit, Ordnung und Umwelt. „Wir wollen niemandem den Vatertag vermiesen.“

Vorsorglich hat die Stadtverwaltung eine sogenannte Allgemeinverfügung erlassen. Sie verbietet 24 Stunden lang – gültig ab Donnerstag 6 Uhr – am Silbersee, am Krähenwinkeler Waldsee und im Wietzepark nach Angaben Ehrhardts den Konsum hochprozentigen Alkohols von mehr als 15 Prozent. „Bier und Wein fallen da nicht drunter.“

Laute Musik ist verboten

Doch bei entsprechend sichtbaren Ausfallerscheinungen werden Polizei und Ordnungsdienst der Stadt einschreiten. Auch das übermäßig laute Abspielen von Musik ist in diesen Bereichen verboten. Und die Lautstärke werde durchaus gemessen. Erhardts Angaben nach verfolgen mit der Verordnung Stadt und Polizei nur ein Ziel: „Wir wollen einen friedlichen Vatertag für alle, die feiern wollen, gewährleisten – aber auch allen Familien einen störungsfreien Ausflug ermöglichen.“ Von den Regelungen ausgenommen sind die Gastronomien an den See.

Es sollen alle friedlich feiern können. Doch erfahrungsgemäß gibt es angesichts übermäßigen Alkoholkonsums zum Abend hin wie hier in Krähenwinkel auf dem Weg zum Waldsee erste Ausfallerscheinungen. Quelle: Archiv

Feiernde sollen Rücksicht auf Familien nehmen

Mit der Allgemeinverfügung erhalten sowohl die Polizei wie auch die Langenhagener Parkranger eine Handhabe gegen all jene, die über die Stränge schlagen. Ehrhardt spricht von einem „gemeinsamen Vorgehen“. Die Verfügung dient seinen Angaben zufolge dazu, dass die Einsatzkräfte bei Zuwiderhandlungen „rechtssicher Platzverweise erteilen können“. Ähnliche Regelungen gibt es etwa in Hannover, Isernhagen oder Steinhude.

Am Himmelfahrtstag werden die Langenhagener Polizisten und Parkranger auch von Beamten der sogenannten Verfügungseinheit aus der Polizeiinspektion Burgdorf unterstützt. Eine genaue Zahl nennt die Polizei aus taktischen Gründen prinzipiell nicht. Ein Beamter der Verfügungseinheit nennt das auf Anfrage einen „Präventions- und Präsenzeinsatz“. Und mit den unterstützenden Kräften könne rasch reagiert werden, etwa auch dann, wenn sich herausstellen sollte, dass sich ganze Gruppen von Feiernden in Richtung Wietzeblick, Stadtpark oder Brinker Park verlagerten. Das werde genau beobachtet, sagt Ehrhardt. Er kündigt für all jene an, die sich nicht an die Regeln halten, mit einem Bußgeld ab 50 Euro aufwärts belegt zu werden.

Bei Verstößen droht Bußgeld

Doch Polizei und Parkranger werden nicht nur die Hotspots im Blick behalten, sondern im Speziellen auch die Jugendlichen. Dabei geht es in erster Linie um Alkoholmissbrauch, vor allem bei Minderjährigen. Und da wird eingeschritten. Denn in den vergangenen Jahren hatte sich gezeigt, dass es mit vorgerückter Uhrzeit und zunehmendem Alkoholkonsum verstärkt zu Aggressivität und Straftaten gekommen war. Gerade am benachbarten Isernhagener Wietzesee war es dabei zu Schlägereien und anderen Auseinandersetzungen gekommen. Um der Gewalt zu begegnen hatte die Gemeinde Isernhagen damals die Stadt Langenhagen um Hilfe in Form der Allgemeinverfügung gebeten. Das ist nach Auskunft Ehrhardts auch in diesem Jahr der Fall gewesen.

Und die Regelung gibt den Verantwortlichen offenkundig recht. Denn seither – erstmals im Jahr 2017 – ist es in Langenhagen und am Isernhagener Wietzesee weitgehend ruhig geblieben.

Von Sven Warnecke

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