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Langenhagen Randalierer greift Polizisten an, kollabiert und stirbt später
Umland Langenhagen Randalierer greift Polizisten an, kollabiert und stirbt später
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15:06 19.08.2018
ARCHIV. Quelle: dpa
Hannover/Langenhagen

Ein 39 Jahre alter Mann aus Langenhagen ist am Sonnabend nach einem Angriff auf Polizeibeamte plötzlich zusammengebrochen. Er starb nach Auskunft von Andre Puiu, Sprecher der Polizei Hannover, am Sonntagvormittag in einer Klinik. Die Ermittlungen zur Todesursache dauern an.

Ermittlungen zu Todesursache dauern an

Seinen Angaben zufolge war die Polizei am Sonnabend an die Kastanienallee in Langenhagen gerufen worden, da dort der 39-Jährige randalierte und mehrere dort geparkte Autos demoliert hat. Als die Beamten gegen 18.40 Uhr vor Ort eintrafen, griff der Rasende mit einer Eisenstange den Streifenwagen an und beschädigte das Fahrzeug. Als die eingesetzten Polizisten ausstiegen, um den offenbar unter Drogen stehenden Mann festzunehmen, wurden die Beamten mit Steinen beworfen. Einer davon traf einem Streifenpolizisten unterhalb vom Kopf und verletzte ihn.

Randalierer stand vermutlich unter Drogeneinfluss

Wie Puiu weiter mitteilte, setzten seine Langenhagener Kollegen daraufhin Pfefferspray ein, um den in Rage befindlichen 39-Jährigen zu Boden zu bringen. Dabei sackte dieser plötzlich bewusstlos zusammen. Bis zum Eintreffen eines angeforderten Rettungswagens leisteten die Beamten Erste Hilfe und versuchten den Mann wiederzubeleben. Er kam anschließend unter Reanimationsmaßnahmen in eine Klinik. Der Zustand des nach Informationen dieser Zeitung polizeibekannten Langenhageners galt zunächst noch als kritisch. Doch am Sonntagmorgen starb er im Krankenhaus. Der bei dem Einsatz verletzte Polizist ist aktuell nicht dienstfähig.

Staatsanwaltschaft geht nicht von Fehlverhalten der Polizei aus

Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft Hannover die Ermittlungen an sich gezogen. Wie Oberstaatsanwalt Thomas Klinge am Sonntag auf Anfrage dieser Zeitung mitteilte, gebe es aktuell keinen Anfangsverdacht auf ein Fehlverhalten der eingesetzten Polizeibeamten. Aus diesem Grund ist bislang auch noch kein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Klinge spricht von einem „tragischen Fall“. Nun soll eine Obduktion die genaue Todesursache klären. Mit einem Ergebnis rechnet Klinge Mitte der Woche.

Von Sven Warnecke

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