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Langenhagen GBA: Für eine inklusive Stadt gibt es noch viel zu tun
Umland Langenhagen

Inklusion: In Langenhagen gibt es nach Meinung der GBA noch viel zu tun

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00:17 10.05.2019
Reiner Weidler (von links), Gabriele Brunotte, Daniel Witte, Kendrick Macasero, Sandy Stöckmann und Lisa Wanning haben interessante Gespräche geführt. Quelle: Stephan Hartung
Langenhagen

Es ist ein langer Tag für das Team der Gemeinnützigen Gesellschaft für Behindertenarbeit Langenhagen (GBA) gewesen: aber ein erfolgreicher. „Wir haben tolle und intensive Gespräche geführt“, sagte Kendrick Macasero, Leiter des Fachbereichs Offene Hilfe der GBA. Am 5. Mai fand europaweit der Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. „Weil der 5. Mai auf einem Sonntag lag, haben wir nun den Montag genutzt, um die Menschen für das Thema Inklusion zu sensibilisieren“, sagte Macasero abends. Und die GBA mischte mit einem zehnköpfigen Team während der komplette Öffnungszeiten im City-Center auf der Veranstaltungsfläche im Neubau des Einkaufszentrums mit und warb für mehr Verständnis.

„Für einen Montag war viel los. Und sogar wir haben viel gelernt“, sagt der Fachbereichsleiter. Als Beispiel nennt er etwa ein Gespräch mit einem Vertreter eines Diabetiker-Vereins. „Da sieht man wieder, dass es unterschiedlichste Gruppen gibt, in denen Inklusion eine Rolle spielt – und an die man sonst gar nicht so denkt.“ Umgekehrt berichtet Macasero aber auch von Unterhaltungen mit Passanten, in denen sie ihre Sorgen, Probleme und Wünsche formulierten. „Inklusion ist in der Schule angekommen. Es fehlt aber immer noch die Ausweitung auf Beruf, Freizeit und den gesamten Alltag“, betonte er. So habe etwa eine Frau bei ihm darüber geklagt, dass sie in Wiesenau nicht ohne Probleme in die Bahn einsteigen könne, da ein Hochbahnsteig fehle. Sie müsste schließlich an die nächstgelegene Station ausweichen.

Am Nebentisch war GBA-Mitarbeiterin Natalia Pekermann im Gespräch mit Marion Wiehe. Sie sei früher im Fahrdienst für behinderte Kinder tätig gewesen, erzählt Wiehe. „Daher ist es gut, dass mit solchen Aktionen die Inklusion ins Bewusstsein gerückt wird.“ Genau das war auch das Ziel der GBA, die in erster Linie auch Verbesserungen für Menschen in Langenhagen im Blick hat. „Ich bin hier seit vier Monaten tätig. Mein Bild ist, dass Langenhagen auf einem guten Weg ist. Es gibt noch viel zu tun für eine inklusive Stadt. Aber mit der Verwaltung stehen wir in einem guten Austausch“, sagt Macasero.

Nach den guten Erfahrungen am Montag schließt Macasero es auch nicht aus, einen solchen Stand noch einmal im City-Center aufzubauen – ohne bis Anfang Mai 2020 auf den nächsten europaweiten Aktionstag warten zu müssen. „Das CCL-Management hat sich sehr kooperativ gezeigt und uns toll unterstützt. Außerdem müssen wir im ,Sozialraum Langenhagen’ das Thema Inklusion aufrechterhalten.“

Von Stephan Hartung

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