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Langenhagen L 382: Kommt der Durchstich nach Garbsen?
Umland Langenhagen L 382: Kommt der Durchstich nach Garbsen?
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14:28 25.03.2019
Kommt es nun doch zum Lückenschluss zwischen Langenhagen und Garbsen? Quelle: Archiv
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Langenhagen/Garbsen

Beim Lückenschluss der L 382 zwischen Engelbostel und Berenbostel könnte sich eine neue Tür öffnen: Das Land unterstützt den Bau der Entlastungsstraße für Berenbostel und hat nach eigener Aussage die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich Garbsen und Langenhagen wieder an den Planungstisch setzen und die 1300 Meter lange Lücke zwischen Wreschener Allee und Stelinger Straße schließen.

In Langenhagen stößt diese Nachricht auf ein gemischtes Echo. Engelbostels Ortsbürgermeisterin Bettina Auras würde den seit Jahren diskutierten Durchstich angesichts der dramatischen Staus zwischen den Ortschaften sehr begrüßen. „Die Belastung auch für Schulenburg wird durch die Erweiterung des Godshorner Gewerbegebietes ja nicht weniger“, sagte Auras auf Nachfrage. Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer kündigt eine sorgfältige Prüfung an. Noch habe es keine Kontakte zwischen den Kommunen gegeben.

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Jeden Morgen die gleiche Szene: In Engelbostel staut sich der Verkehr auf der Hannoverschen Straße. Quelle: Sven Warnecke

Der FDP-Landtagsabgeordnete Stefan Birkner hatte Mitte Februar bei der Landesregierung nach dem aktuellen Stand gefragt. Die Antwort ist klar: „Die Landesregierung unterstützt die Verbindungsstraße als Lückenschluss zwischen Garbsen und Langenhagen als ein sinnvolles kommunales Vorhaben“, heißt es in dem Schreiben. Bisher war genau das nicht möglich, weil die Lücke ein Teil des Landesstraßennetzes ist und weil Kommunen keine Landesstraßen bauen dürfen.

Land: Durchstich muss keine Landesstraße sein

Eine behördliche Prüfung der Straße zeige, sie sei für den überregionalen Verkehr nicht mehr von Bedeutung und muss nicht als Landesstraße klassifiziert werden. Daraufhin werden jetzt einzelne Abschnitte des Straßennetzes in Garbsen und Langenhagen umgestuft. Das Konzept muss von den beteiligten Behörden unterschrieben werden, was jedoch als Formsache gilt. Der Lückenschluss dürfte dann mit Geld aus Garbsen, Langenhagen und Zuschüssen des Landes bezahlt werden. Zuletzt hatte Garbsen angekündigt, die Kosten für Planung und Bau zu übernehmen, obwohl ein letztes Stück der Straße auf Langenhagener Gebiet liegt. Ob diese Zusage noch gilt, ist derzeit offen. „Sollte das nicht so sein, müsste die Langenhagener Politik entscheiden, ob und in welcher Höhe sich die Stadt beteiligen will“, sagte Langenhagens Verkehrsplanerin Annette Mecke auf Nachfrage.

Rund 1300 Meter Straße: Um diese Lücke geht es. Quelle: Markus Holz

Die Versuche, diese Straße fertig zu bauen, sind mehr als 30 Jahre alt. Jetzt schreibt das Land: „Aus Sicht des Ministeriums sind aktuell keine Tatsachen oder Umstände bekannt, die einer Realisierung des Lückenschlusses entgegenstehen.“ Es sei aber nicht auszuschließen, dass gegen das Vorhaben erneut geklagt wird oder dass den Kommunen Geld oder Personal fehlt. Auras räumt ein, dass aller Voraussicht nach die Anwohner des Köllingsmoor wenig Freude am Straßenbau haben werden. Die Stadtverwaltung Garbsen will sich erst im Laufe dieser Woche zu dem Thema äußern.

Von Markus Holz und Rebekka Neander