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Langenhagen Dauerparker blockieren Stellplätze
Umland Langenhagen Dauerparker blockieren Stellplätze
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00:16 27.08.2018
Mehr als ein Dutzend großflächiger Schilder weist auf die Parkscheibenregelung an den Elisabeth-Arkaden hin. Quelle: Thomas Böger
Langenhagen

Die Kunden der Geschäfte in den Elisabeth-Arkaden finden seit einiger Zeit häufiger mal ein Knöllchen an ihrem Auto auf dem Parkplatz: Offenbar ist vielen trotz eines guten Dutzends großformatiger Hinweisschilder nicht bewusst, dass dort seit Mai eine Parkscheiben-Regelung gilt, oder sie vergessen schlicht, die Scheibe hinter die Windschutzscheibe zu legen. In dem Fall wird eine Vertragsstrafe von 19,90 Euro fällig. Mithilfe eines Kassenbons können Kunden jedoch eine Stornierung erreichen, denn die Maßnahme sich gar nicht gegen sie, sondern gegen Dauerparker.

„Das ist ein massives Problem“, sagt Arkadius Jodlowiec, Betreiber des Rewe-Marktes. Zum einen gehe es um Nutzer des Flughafens, die ihre Wagen dort während eines Urlaubs wochenlang an den Arkaden abstellen, um die Parkgebühren zu sparen. Zum anderen habe sich die Situation durch den Wohnungsbau in der Umgebung noch verschärft. Zwar gibt es Tiefgaragen sowohl für die Wohnungen südlich der Arkaden als auch für jene gegenüber auf der anderen Seite der Walsroder Straße. Aber Käufer beziehungsweise Mieter sind nicht verpflichtet, einen Stellplatz zu übernehmen. Inzwischen blieben immer weniger Stellplätze für die Kunden der Geschäfte übrig, beklagt Jodlowiec.

Wer den Kassenbon vorlegt, muss nichts bezahlen

Deshalb habe der Eigentümer, die in Hamburg ansässige Völkel Company, im Frühjahr die Parkscheibenregelung – erlaubt sind zwei Stunden – eingeführt. In den ersten Wochen hätten die Autofahrer nur einen Hinweis unter den Scheibenwischer geklemmt bekommen, aber inzwischen würden von der Firma „fair parken“ aber Knöllchen verteilt. Kunden seines Unternehmens könnten sich jedoch damit unter Vorlage des Kassenbons im Laden melden. „Wir sorgen dann für eine Stornierung – das geht ganz schnell auf dem kleinen Dienstweg“, versichert Jodlowiec.

Kunden anderer Geschäfte können das aber auch selbst erledigen. Wer einen Kassenbon einschicke, dessen Vorgang werde aus dem System genommen, bestätigt ein Sprecher von „fair parken“. Betroffene können sich auch unter der Rufnummer (0211) 95 43 37 11 an die Firma wenden. Sie steht ebenso wie die Mail-Adresse und die Internetseite auf den großen Schildern. Einen Hinweis auf die Stornierungsmöglichkeit gibt es dort allerdings nicht.

Lösung für Kirchenbesucher noch nicht gefunden

Für den Parkplatz an den Arkaden gibt es aber noch ein zusätzliches Problem, weil er auch als Stellfläche bei größeren Veranstaltungen der benachbarten Kirchengemeinde vorgesehen ist. Ob Hochzeit, Beerdigung oder Chorprobe – der kleine Kirchplatz reicht für die Autos der Besucher oft nicht aus. Deshalb war beim Bau der Arkaden ein Vertrag zwischen Gemeinde und Investoren geschlossen worden, der Kirchenbesuchern ein Nutzungsrecht für den Parkplatz gewährt, wie Pastor Torsten Kröncke erläutert. Er könne ja verstehen, dass die Geschäfte sich vor Dauerparkern schützen wollen, doch wenn Musiker zu Konzerten in die Kirche kämen, bräuchten die schon mal einen Stellplatz für fünf Stunden. „Aber wir sind im Gespräch“, deutet der Pastor an. An einer Lösung werde bereits gearbeitet.

Auch das CCL hat Probleme

Auch das City Center (CCL) hat Probleme mit Dauerparkern. Deshalb ist dort schon seit längerer Zeit die Parkzeit offiziell auf drei Stunden beschränkt. Aufgrund der großen Zahl von 1500 Stellplätzen kann das Center-Management damit aber weniger stringent umgehen, da man keineswegs Kunden oder die Mitarbeiter der Betriebe im CCL belangen will. Das Sicherheitspersonal ist jedoch angewiesen, ein Auge auf Autos zu haben, die mehrere Tage an derselben Stelle stehen, was den Verdacht nahelegt, dass es sich um Flugurlauber handelt. Um gegen diese rechtlich vorgehen zu können, haben die Betreiber die Parkscheibenregelung eingeführt.

Von Thomas Böger

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