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Langenhagen Am Weiherfeld ist jetzt die Region am Zug
Umland Langenhagen Am Weiherfeld ist jetzt die Region am Zug
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17:15 10.04.2019
Nicht alle Menschen sind mit den Plänen der Stadt einverstanden. Sie machen ihren Protest deutlich.
Nicht alle Menschen sind mit den Plänen der Stadt einverstanden. Sie machen ihren Protest deutlich. Quelle: Sven Warnecke (Archiv)
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Kaltenweide

Über die Löschung der Äcker am nordöstlichen Rand des Weiherfeldes aus dem Landschaftsschutzgebiet Wietzetal kann nun die Region Hannover entscheiden. Der Langenhagener Rat lehnte in jüngster Sitzung mit breiter Mehrheit nun endgültig den Antrag des Bündnisses Bürger für Langenhagen (BBL) ab, nach dem die Kommune darauf verzichten soll, die Fläche in den Flächennutzungsplan der Stadt aufzunehmen. Im Vorfeld hatte es wegen der Erweiterung des Baugebietes in Richtung Osten erhebliche Proteste von Bürgern gegeben.

Hätte der Rat dem Antrag zugestimmt, wäre damit auch der von der Langenhagener Stadtverwaltung ausgelöste Antrag der Region auf Teillöschung vom Tisch. Sollte die Region Hannover dieser Teillöschung zustimmen, wird die Stadt die 66.000 Quadratmeter am Ostrand des Weiherfeldes an der Altenhorster Straße als Bauerwartungsland kaufen.

Weil aber die Infrastruktur der Kinderbetreuung an der Zellerie aktuell jedoch überlastet ist, hat sich der Rat der Stadt Langenhagen bereits vor geraumer Zeit selbst verpflichtet, die Fläche frühestens 2027 baulich zu entwickeln. Langenhagens Wirtschaftsförderer Jens Monsen versteht angesichts dieser selbst auferlegten Fristen nach eigenen Angaben bis heute nicht die später aufkeimende Aufregung. „Wir brauchen jetzt diese Vorratsflächen“, sagte Monsen, der zugleich Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Langenhagen (EL) ist, vor Kurzem auf Anfrage.

Was dort wann letztlich genau geschieht, will die Politik erst zeitnah anhand der dann vorliegenden Kita- und Schul-Zahlen entscheiden. Der Umweltausschuss der Region Hannover befasst sich nun mit der Teillöschung voraussichtlich am 30. April. Das letzte Wort hat die Regionsversammlung dann am 7. Mai.

Von Rebekka Neander und Sven Warnecke