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Langenhagen Claudia Koch verlässt Quartierstreff Wiesenau
Umland Langenhagen

Langenhagen: Claudia Koch verlässt Quartierstreff Wiesenau

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15:33 22.10.2019
Claudia Koch sitzt auf dem Platz vor dem Quartierstreff. Quelle: Stephan Hartung
Wiesenau

Zuletzt war es nur ein Gerücht, aber es stimmt – leider, werden viele Wiesenauer sagen. Claudia Koch verlässt zum 31. Oktober nach fünf Jahren den Quartierstreff. Die Leiterin der Einrichtung, deren Nachfolgerin in Kürze offiziell bekannt gegeben wird, hat im Gespräch mit HAZ-Mitarbeiter Stephan Hartung über ihre Tätigkeit in Wiesenau und ihre berufliche Veränderung innerhalb der KSG Hannover gesprochen – und auch, in wen sie sich verliebt hat.

Frau Koch, nach fünf Jahren steht Ihr Abschied bevor. Wie fühlt es sich an?

Gerade jetzt zur Fünf-Jahres-Feier des Quartierstreffs ist schon sehr viel Wehmut vorhanden. In den vergangenen Wochen war ich noch etwas gefasster. Ich wollte mich auch nicht so in diese Wiesenau-Story verlieben und hätte gedacht, dass es mir leichter fällt, mich hier zurückzuziehen. Es ist ja auch kein kompletter Abschied für mich. Die angeschobenen Projekte wie Gesund im Quartier oder die übergeordnete Steuerung der sozialen Arbeit in Wiesenau bleiben bei meinen Aufgaben.

Also ist Wiesenau über die Jahre zur Herzensangelegenheit geworden?

Die Wiesenauer sind super. Das ganze Quartier ist viel besser als sein Ruf. In den vergangenen fünf Jahren hatte ich nie das Gefühl, hier etwas Sinnloses zu machen. Die Menschen kommen mit guter Stimmung zu uns. Wir haben miteinander viele nette Projekte und Veranstaltungen entwickelt und umgesetzt. So wird es hier auch weitergehen. Ich hatte mal gedacht, irgendwann gehen uns die guten Ideen aus. Aber das ist nicht so (lacht).

Alles war so angenehm, jetzt trotzdem der Abschied – lag es daran, dass die Zukunft des Quartierstreffs wegen der zunächst fehlenden Förderzusage der Stadt Langenhagen lange Zeit unklar war?

Nein, überhaupt nicht. Unsere Geschäftsführung hatte schon im Vorjahr gesagt, dass wir auch ohne Förderung weitermachen. Für mich war das hier ein Wünsch-dir-was-Job, man kann all seine Kompetenzen einbringen, was man in der sozialen Arbeit nicht immer so hat. Ich interessiere mich aber auch für strukturelle Themen. Nun ist die Zeit dafür einfach gekommen. Und ich bin froh, dass ich mit einem guten Gefühl eine Veränderung haben kann und nicht erst dann, wenn es doof läuft.

Wie geht es jetzt persönlich für Sie weiter?

Ich werde in den ersten Wochen noch hier sein, auch um die neue Leiterin einzuarbeiten, die am 1. November anfängt. Sie wird die erste Ansprechpartnerin in Wiesenau sein, den Namen werden wir in Kürze offiziell verkünden. Ansonsten werde ich eher mobil arbeiten und bin außer in Wiesenau auch mal in Empelde in unserem neuen Quartierstreff. Mein Büro habe ich dann in Laatzen in unserer Hauptstelle, aus dem operativen Geschäft bin ich aber weitgehend raus. Ich bleibe Wiesenau aber erhalten und arbeite beispielsweise weiterhin im Sanierungsbeirat mit.

Wie lautet die genaue Bezeichnung der neuen Tätigkeit?

Ich übernehme innerhalb der KSG eine Stabsstelle zur Weiterentwicklung des Quartiersmanagements. Dabei geht es maßgeblich um die notwendige übergeordnete Steuerung der sozialen Arbeit des Wohnungsunternehmens, aber auch um die Akquise von Fördermitteln und das Fundraising für den Nachbarschaftsverein Win. Der Verein ist immer größer und neben der KSG ein kleines Unternehmen geworden. Da brauchen wir viel Zeit für strukturelle Weiterentwicklung, Organisation und Marketing.

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Von Stephan Hartung

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