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Langenhagen Dormero investiert mehr als eine Million Euro in Hotel
Umland Langenhagen Dormero investiert mehr als eine Million Euro in Hotel
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00:18 13.04.2019
Die Zukunft des Forums als Veranstaltungsstätte im Stadthaus ist weiterhin ungewiss. Quelle: Sven Warnecke
Langenhagen

Der Umbau im ehemaligen Achat-Hotel ist abgeschlossen. „Im laufenden Betrieb“, wie Dormero-Geschäftsführerin Manuela Halm auf Anfrage betont. Nun ist das Haus an der Walsroder Straße von ihrer Gruppe mit einem Fest vor gut 220 geladenen Gästen komplett wiedereröffnet worden. Ihren Angaben zufolge wurden in Zimmer, Bäder, Fitnessbereich oder etwa Tagungsräume mehr als eine Million Euro investiert.

Dormero-Geschäftsführerin Manuela Halm bei der Eröffnung und Begrüßung der Gäste, unter anderem Langenhagens stellvertretenden Bürgermeister Bernhard Döhner. Quelle: Privat

Nach der Zwangsversteigerung des sogenannten Stadthauses an der Ecke Walsroder und Konrad-Adenauer-Straße mit Hotel, Bücherei, sozialem Rathaus, Forum und dem Kino Cinemotion im Jahr 2017 hatte die Dormero-Kette zum 1. Januar dieses Jahres den Betrieb übernommen. Mit dem Umbau kann das Hotel nun vier Sterne aufweisen. Der Mietvertrag mit dem neuen Eigentümer des Komplexes läuft Halms Angaben zufolge auf 20 Jahre.

Doch der ehemalige Hotelbetreiber sei keineswegs verdrängt worden. Vielmehr stand ein neuer Mietvertrag turnusgemäß an, heißt es von Dormero weiter. Die gesamte Immobile war im vergangenen Jahr versteigert worden. Auch die Stadt Langenhagen hatte ein Interesse an dem Gebäude angesichts der vielen gemieteten Quadratmeter bekundet. Doch letztlich kam die Frankfurter Immobilienfirma Gate VI, die den Gebäudekomplex für 13 Millionen Euro ersteigert hatte, zum Zuge.  

Personal wird händeringend gesucht

Sorgen um ihre berufliche Zukunft mussten sich die ehemaligen 25 Achat-Mitarbeiter nicht machen. Im Gegenteil. „Wir haben alle übernommen“, betont Halm. Einige seien aber von sich aus gegangen. Während der Umbauarbeiten sei das Langenhagener Personal in anderen Hotels der Kette, etwa an der Hildesheimer Straße in Hannover eingesetzt worden. Dormero betreibt bundesweit 30 Hotels und beschäftigt etwa 1000 Mitarbeiter. „Damit besteht für die Beschäftigten die Chance, innerhalb der Häuser zu wechseln und andere berufliche Perspektiven zu ergreifen“, sagt Halm. „Und wir sind immer auf der Suche nach Mitarbeitern.“ Angesichts der Arbeitszeiten, etwa am Wochenende oder nachts sowie mit Blick auf den allgemeinen Fachkräftemangel sei das indes schwierig, berichtet Halm.

Das Dormero-Hotel in Langenhagen ist für mehr als eine Million Euro saniert worden. Quelle: Privat

Dormero-Sprecher Tobias Graf betont aber auch, dass sein Unternehmen offen für Quereinsteiger sei. Er berichtet von einem ehemaligen Maurer, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr auf Baustellen arbeiten konnte. Nach entsprechender Schulung sei der Mann heute im Hotelbetrieb Schichtleiter.

Und etwas Neues bietet Dormero nun in Langenhagen: Im Hotel gibt es ein Tapas-Restaurant sowie eine Bar namens „Sonderbar“ – nicht nur für Hotelgäste.

Zukunft des Forums ist weiter ungewiss

Nichts Neues gibt es indes bei dem benachbarten Forum. Für den bei vielen Veranstaltern und Vereinen beliebten Veranstaltungssaal sowie das angeschlossene Restaurant sucht der Immobilieneigentümer weiter einen Gastronomen. Über den Stand der Verhandlungen – zuvor wurde die Lokalität nach Angaben des Investors aber auf allen einschlägigen Immobilienkanälen offeriert – wollte sich das Unternehmen nicht äußern. Eine entsprechende Anfrage blieb unbeantwortet.

Heuer: Verwaltung hat von Politik keinen Auftrag

Für die Arbeiterwohlfahrt (AWO) bedeutet der Verlust des Forums eine Herausforderung. Schließlich bot die Stätte in den vergangenen gut zehn Jahren eine willkommene Bühne für das bei Zuschauern beliebte Frühlingskonzert mit Ernst Müller als Dirigenten. Doch auch viele weitere Vereine und Verbände sind von der aktuellen Schließung des Forum betroffen. Dafür hatte die Stadt Langenhagen sich einst ein entsprechendes Belegrecht gesichert. Bisher galt noch, dass die Verwaltung diese Möglichkeit gerne verlängern wolle. Allerdings sei das eine Preisfrage, hieß es jüngst aus dem Rathaus.

Davon könne keine Rede sein. Bürgermeister Mirko Heuer meint dazu auf Anfrage, dass es für ein neuerliches Belegrecht „bisher keinen politischen Auftrag“ gebe. „Eher im Gegenteil, denn es gibt einen Beschluss, dass die Belegrechte auslaufen.“

Von Sven Warnecke

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