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Langenhagen Ehepaar Lohse verkauft seit 30 Jahren Karten für Unicef
Umland Langenhagen Ehepaar Lohse verkauft seit 30 Jahren Karten für Unicef
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00:17 06.04.2019
Petra Lohse präsentiert das Motiv der überhaupt ersten Unicef-Grußkarte aus den Anfangsjahren des Kinderhilfswerks. Ihr Mann Rainer macht darauf aufmerksam, dass auch Spenden für die Nothilfe gesammelt werden – gerne auch Geldscheine. Quelle: Sven Warnecke
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Langenhagen

Die ehrenamtlich geleisteten Stunden haben Petra und Rainer Lohse noch nie gezählt oder gar protokolliert. Doch es müssten zugunsten Unicefs bislang viele Tausend gewesen sein, mutmaßen die beiden Langenhagener. Nun startet das Ehepaar wieder den Verkauf der Oster-Grußkarten für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Seit exakt 30 Jahren tun sie das im Frühjahr – und später auch noch einmal in der Weihnachtszeit. 1989 haben sie das erste Mal im Erdgeschoss des Bestands-CCL neben dem Kiosk mit den bunten Grußkarten gestanden. Und nun ist es wieder am Sonnabend, 6. April, zwischen 10 und 13 Uhr soweit. „Wir waren selbst überrascht, dass es nunmehr 30 Jahre sind“, gesteht das Paar.

Unicef-Nothilfe sammelt nach Taifun-Katastrophe

In all den Jahren haben sie mehr als 100.000 Karten verkauft – so etwa 150.000 Euro für Unicef eingenommen, erzählt Rainer Lohse. „Wir werden sicherlich wieder viele Stammkunden begrüßen können“, sagt er und freut sich auf einige bekannte Gesichter am Stand. Und schließlich sei es doch auch viel persönlicher, einmal wieder eine handgeschriebene Botschaft, statt eine E-Mail zu verschicken“, ergänzt Ehefrau Petra.

Doch es werden nicht nur die Grußkarten verkauft. Angesichts der verheerenden Taifun-Katastrophe in Mosambik, Sambia und Malawi werden auch Spenden gesammelt. Dafür konnte der pensionierte Lehrer Lohse erneut Schüler seiner ehemaligen Integrierten Gesamtschule mobilisieren. Die Jugendlichen werden mit Spendendosen für die Unicef-Nothilfe Geld sammeln. „Und in die Dosen passen auch Geldscheine“, appelliert Lohse. „Dann würde es auch nicht so klappern“, fügt er mit einem Schmunzeln an.

Engagement für Unicef basiert auf sozialem Gedanken

Der pensionierte Lehrer ist mit seinem Engagement für das Kinderhilfswerk in Langenhagen bekannt: Denn seit 1992 organisiert er auch den Unicef-Spendenlauf in der Stadt. Er hat diese Hilfsaktion bundesweit salonfähig gemacht – seither gab es 16 Rennen, bei denen mehr als 1,2 Millionen Euro in der Stadt zusammengekommen sind. Das viele Geld wurde von Unicef zumeist in Hilfsprojekte für afrikanische Kinder gesteckt.

Kein Wunder also, dass die IGS Langenhagen vor zwei Jahren vom Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen das Qualitätssiegel „Schule aktiv für Unicef“ verliehen bekommen hat. Im vergangenen Jahr sind so in Langenhagen von 2644 jungen Läufern knapp 70.000 Euro an Spendengeld zusammengekommen. Und warum immer noch dieses Engagement? „Es ist unser zutiefst sozialer Gedanke, der uns beflügelt“, sagt das Paar unisono überzeugt.

Motiviert hatte sie einst ein IGS-Schulprojekt namens „Kinder der Welt“ eben 1989. Damals sollte es zum Abschluss der Woche eine Ausstellung mit Stellwänden geben. „Da habe ich Unicef angeschrieben, ob sie uns Karten dafür zum Anheften schicken könnten“, erinnert sich Rainer Lohse an den ersten Kontakt. Eine Idee war geboren und die Schüler in der Folgezeit begeistert, ihre Ergebnisse nicht in der IGS, sondern in der Öffentlichkeit im CCL präsentieren zu dürfen, erzählt der einstige Lehrer. Bis heute hält der rege Schriftverkehr zwischen dem Kinderhilfswerk in Köln und der Langenhagener Familie an – mit sicht- und spürbarem Erfolg.

Angesichts der verheerenden Katastrophe nach dem Taifun sammelt auch die Unicef Arbeitsgemeinschaft Südheide für die Nothilfe auf dem Konto DE 29/3702/0500/3030/5252/14 unter dem Stichwort „Mosambik“ Spenden.

Von Sven Warnecke

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