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Langenhagen Erster Antikmarkt im CCL: Rares und Kurioses kommt gut an
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Langenhagen: Erster Antikmarkt der Saison im CCL: Rares und Kurioses kommt gut an

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18:21 07.10.2019
Ingo Schneider zeigt eine 200 Jahre alte Zuckerschaufel. Quelle: Stephan Hartung
Langenhagen

Die Porzellanfiguren von Thomas Schopf haben einen weiten Weg hinter sich: Aus Wien ist der Sammler angereist, um Preziosen wie den auf einem Grashüpfer reitenden Jungen beim Antikmarkt im CCL anzubieten. „Ich habe jemanden in der Nähe besucht. Und als ich gehört habe, dass in Langenhagen ein Flohmarkt ist, habe ich meine ganzen Sachen einfach eingepackt“, sagt Schopf.

Jasmin Celikag kauft bei Thomas Schopf eine Puderdose aus Wien. Quelle: Stephan Hartung

Charme des Wieners überzeugt

„Ich habe viele Porzellanfiguren aus der Jugendstil-Zeit“, sagt Schopf und zeigt auf seinen Verkaufstisch. Stücke aus dieser Epoche seien eine Seltenheit, „weil die Jugendstil-Zeit von 1895 bis 1915 recht kurz war“, erklärt der Österreicher. 150 Euro und mehr kosten die Figuren. Mit seinem Wiener Schmäh und dem damit verbundenen Charme bringt er aber auch andere Stücke an den Mann oder die Frau: Jasmin Celikag etwa sichert sich bei ihm eine Puderdose, ein Original aus Wien, für 45 Euro.

Porzellan aus der Jugendstil-Zeit ist ein Spezialgebiet von Thomas Schopf. Quelle: Stephan Hartung

Eine Kuriosität findet sich am Stand eines Hannoveraners, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Sein Porzellanhund sieht nicht nur dekorativ aus: „Das ist ein Rauchverzehrer, das war früher total im Trend. Jeder wollte es haben“, erklärt der Verkäufer. Dieses Sammlerstück arbeitet elektrisch: Es filtert Zigarettenrauch aus der Luft und sorgt so für ein besseres Raumklima. 12 Euro kostet der tierische Rauchverzehrer. Dass der Hannoveraner heute keinen Käufer findet, erklärt er sich nicht nur mit den Rauchverboten in öffentlichen Räumen. „Es ist auch so, dass die Sammler aussterben, die solche Stücke suchen“, meint der Händler.

Ein sogenannter Rauchverzehrer gehört zu den Unikaten auf den Ausstellungstischen. Quelle: Stephan Hartung

Als es nur Zucker in Würfelform gab

Nebenan verkaufen Angelika und Ingo Schneider vor allem englisches Silber. Darunter befindet sich eine sogenannte Zuckerschaufel. „Die ist von 1818, hat also 201 Jahre auf dem Buckel“, erzählt der Großburgwedeler und zeigt auf die Inschrift des Bestecks, mit dem man früher, als es Zucker nur in großen Stücken gab, seine Portion in den Tee gab. Auf die kleine Schaufel passte jeweils ein Stück. „Dort ist sogar das Stadtwappen von Birmingham drauf zu sehen.“ Wer die Zuckerschaufel kaufen möchte, muss 80 Euro bezahlen.

Ingo Schneider zeigt eine 200 Jahre alte Zuckerschaufel. Quelle: Stephan Hartung

Ebenfalls in seiner Sammlung ist ein weiteres Hilfsmittel zum Getränkeverzehr, das aber nur zu bestaunen ist und nicht zum Verkauf steht: ein sogenannter Sekt-Quirl, der aus den 1920er-Jahren stammt. „Irgendwann wurde den Damen der Champagner wegen der vielen Kohlensäure nicht mehr bekömmlich. Also haben sie mit dem Quirl umgerührt und so die Kohlensäure verringert. Und dann schmeckte es wieder besser“, sagt Ingo Schneider lachend.

Positives Fazit zum Auftakt

Der Antikmarkt war der erste der Herbstsaison. Veranstalter Michael Grimm zog ein positives Fazit. „Der Besuch war gut. Dabei darf man nicht vergessen, dass eine Konkurrenzveranstaltung in Celle war. Außerdem schöpft der Oktobermarkt in Burgdorf viele Besucher ab, zumal es dort auch einen Flohmarkt gab.“ Bis in den April ist das Langenhagener City-Center nun wieder einmal pro Monat Schauplatz von Flohmärkten.

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Von Stephan Hartung

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