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Langenhagen IGS Langenhagen beackert jetzt eigenes Gemüsebeet
Umland Langenhagen

Langenhagen: IGS beackert jetzt eigenes Gemüsebeet

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14:15 11.05.2019
Lara Lamping gibt das Tempo vor: Die Klasse 6.3 der IGS stampft mit ihr die künftigen Beet-Abgrenzungen fest. Quelle: Rebekka Neander
Langenhagen

Kartoffeln!“ „Nein, Radieschen!“ So ganz einig sind sich Jolina und Celine offenbar nicht, worauf sie sich letztlich am meisten freuen. Julien, der dritte im Bunde beim Löchergraben, zieht seinen eigenen Schluss: „Essen!“ Die drei Kinder gehören zur Gesamtschul-Klasse 6.3; und ihr Unterricht der Naturwissenschaften hat seit Freitag ein neues, zentrales Element: einen eigenen Acker.

Kinder der Klasse 6.3 an der IGS Langenhagen beackern ihre eigenen Beete am Rande des Schulhofes.

Am Rande des Schulhofes steht der Klasse und ihrer Fachlehrerin Friederike Stiehr nun ein Feld von 6 auf 14 Metern zur Verfügung, das sie nach eigenem Gutdünken buchstäblich beackern dürfen. Ihnen steht fachlich die „Gemüse-Ackerdermie“ zur Seite, ein Verein, der Schulklassen auf spielerische Weise an das Themenfeld gesunder Ernährung, Natur und Nachhaltigkeit heranführt. Mitfinanziert wird das Projekt landesweit unter anderem von der AOK. „Nach einem Pilotprojekt mit fünf Schulen landesweit im vergangenen Jahr sind 2019 nun 20 Schulen in Niedersachsen dabei“, erläuterte AOK-Vertreter Gerhard Schramm am Freitag, während neben ihm gut zwei Dutzend Kinder fröhlich im Gänsemarsch Beet-Reihe um Beet-Reihe trampelnd festlegen. Sie folgen dabei Lara Lamping, die als Teamleiterin die Schülerschaft damit buchstäblich aufwärmt.

Grünflächenamt muss mit Bagger helfen

Aus gutem Grund: „Am Anfang war die Resonanz auf meine Idee eher dürftig“, hält Lehrerin Stiehr mit einem Lachen rückblickend fest. „Aber sobald wir auf dem Acker waren, begann das Herzblut zu fließen.“ Das jedoch war nicht so einfach. „Nach der langen Trockenphase in den Osterferien haben wir hier keinen Spaten in die Erde bekommen.“ Stiehr bat letztlich das Grünflächenamt der Stadt um Hilfe. „Die rückten dann mit einem Bagger an, um das Feld umzugraben. Das war dann nur noch eine Sache von 20 Minuten.“ Die Kinder sammelten im Anschluss „sehr spannende Fundstücke“ aus dem Erdreich, so Stiehr. Vom simplen Müll über Steine bis zu Magneten, die unter der Rasendecke verborgen lagen. Die Lehrerin hofft, mit Hilfe der Schule und vielleicht des Fördervereins noch einen Zaun für den Acker finanzieren zu können. Zum einen wegen der Kaninchen, zum anderen wegen des Bolzplatzes in direkter Nachbarschaft.

Kochen oder verkaufen? „Hauptsache probieren!“

Alle gemeinsam haben am Freitag nun Saat und Sämlinge ausgebracht und werden sich in den nächsten Wochen um die Pflege der Beete kümmern. „Ich habe eigentlich eher undankbare Stunden donnerstags und freitags jeweils in der 5. und 6. Stunde, da ist es jetzt wirklich schön, wenn ich mit den Kindern rausgehen kann“, sagte Stiehr. Einzig die Sommerferien machen der Lehrerin ein wenig Sorge. „Wie wir die Bewässerung dann sicherstellen, müssen wir noch klären.“ Allerdings dürfen Kinder und Eltern dann bereits an die Ernte gehen. Was genau damit passiert, will Stiehr mit den Kindern demnächst festlegen. „Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Die Kinder können es verkaufen, um die Klassenkasse aufzubessern. Wir können auch in unserer Schulküche gemeinsam kochen.“ Vor allem aber hätten die Kinder einen Auftrag während des Projekts und dies am besten noch direkt auf dem Acker, betont Stiehr: „Probieren! Probieren! Probieren!“

Auch die Grundschule Kaltenweide hat Schaufel und Spaten bereits ausgepackt.

Von Rebekka Neander

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