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Langenhagen Krähenwinkel trauert um Waldschänke-Kultwirt Bernd Freimuth
Umland Langenhagen

Langenhagen: Krähenwinkel trauert um TSV KK Waldschänke-Kultwirt Bernd Freimuth

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12:28 11.06.2019
Nicht nur die Sportwelt Krähenwinkels trauert: Der langjährige Wirt des Vereinsheims des TSV KK, Bernd Freimuth, ist mit 79 Jahren nach kurzer Krankheit verstorben. Quelle: Michael Junker
Krähenwinkel

Er galt als „Kultwirt“ in der Sportgastronomie weit über Langenhagens Grenzen hinaus. Jetzt ist Bernd Freimuth nach kurzer Krankheit mit 79 Jahren verstorben. Bis 2009 hatten Freimuth und seine Ehefrau Heidi die Vereinsgaststätte des TSV KK am Waldsee geführt. Sie galten als Seele dieses Ortes. Ihnen zu Ehren hatte der Verein seinerzeit ein großes Fest veranstaltet. „Wir haben uns im Sportheim Waldschänke 40 Jahre lang sauwohl gefühlt“, hatte Karl-Dietrich Volmer, noch in seiner Funktion als Spartenleiter Fußball, seinerzeit in seiner Rede gesagt. Zehn Jahre später hat sich nichts an Volmers Wertschätzung verändert: „Er war ein zuverlässiger und bodenständiger Vereinswirt sowie ausgezeichneter Koch, bei dem wir uns immer wohlgefühlt haben", sagte er nach der Nachricht von Freimuths Tod.

„Die Waldschänke war unser Wohnzimmer“

Heidi Freimuth selbst bezeichnete in der Vergangenheit die Gaststätte stets als „unser Wohnzimmer. Wir kamen als junge Menschen rein und gehen als alte Leute raus.“ Dass Freimuths ihr Leben im Vereinshaus verbringen sollten, war zu Anfang allerdings undenkbar, denn eigentlich wollten sie der Waldschänke ganz schnell wieder den Rücken kehren.

1969 gab es nicht einmal eine Straße zum KK-Sportheim

Als das Ehepaar 1969 die Gastronomie übernahm, nahte der Winter. Zum Sportheim führte noch nicht einmal eine Straße, Gäste verirrten sich kaum dorthin. „Das war am Anfang geschäftlich sehr hart“, erinnerte sich Freimuth während der Feier. Hätte ihm damals jemand gesagt, er würde die Sportler 40 Jahre lang bewirten – er hätte wohl nur mit dem Kopf geschüttelt. Unter anderem dem damaligen Gemeindedirektor Konrad Rotermund sei es zu verdanken gewesen, dass sie blieben. Bernd Freimuth hat diesen Schritt nach eigenen Worten nie bereut: „Wir haben das Auf und Ab des Vereins 40 Jahre lang miterlebt, und das hat auch Spaß gemacht.“

Vereinsheim am Waldsee wurde nach Rückzug von Bernd und Heidi Freimuth abgerissen

Das Vereinsheim wurde kurz nach dem Rückzug der Freimuths abgerissen. Bis zu einem Neubau sollten jedoch noch einmal vier Jahre vergehen. Zum Abschied Bernd Freimuths sagte der damalige Ortsbürgermeister Klaus-Konrad Behrens einen Satz, der heute eine neue Bedeutung gewinnt: „Unsere Ortschaft wird künftig ärmer sein.“

Von Rebekka Neander

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