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Langenhagen Polizei beziffert Schaden nach Feuer auf 100.000 Euro
Umland Langenhagen Polizei beziffert Schaden nach Feuer auf 100.000 Euro
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01:51 29.03.2019
Mit Hilfe der Drehleiter gelangen die Einsatzkräfte zu der Brandwohnung im Obergeschoss.
Mit Hilfe der Drehleiter gelangen die Einsatzkräfte zu der Brandwohnung im Obergeschoss. Quelle: Christian Hasse (Feuerwehr)
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Langenhagen

Bei dem Feuer in einer Wohnung im Dachgeschoss eines Langenhagener Mehrfamilienhauses an der Kneippstraße ist am Mittwoch ein Schaden in Höhe von etwa 100.000 Euro entstanden. Das teilte am Donnerstag Polizeisprecher Philipp Hasse mit. Seinen Angaben zufolge vermuten seine Kollegen von der Brandermittlung, dass sich offenbar ein Müllhaufen im Bereich der Küche selbst entzündet hat. Das ergab die kriminalpolizeiliche Untersuchung noch am Mittwochnachmittag. Wie Hasse weiter berichtet, wurde die zwangsgeräumte Wohnung gerade entrümpelt, als das Feuer ausbrach.

In Wohnung bricht aus bislang ungeklärter Ursache ein Feuer aus.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen der Spezialisten des Zentralen Kriminaldienstes hatte ein Nachbar am Mittwochmittag den Brand dank Rauchwarnmelder bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert. Die Feuerwehr Langenhagen konnte das Feuer zügig löschen und so ein Übergreifen auf das gesamte Gebäude verhindern. Die Wohnung wurde jedoch erheblich beschädigt, heißt es von Polizeisprecher Hasse weiter. Die Polizei übergibt ihre Ermittlungsergebnisse nun an die Staatsanwaltschaft weiter.

Müllhaufen entzündet sich offenbar selbst

Wegen des Wohnungsbrandes in dem Haus an der schmalen Kneippstraße musste für die Rettungsarbeiten auch der Reuterdamm voll gesperrt worden. Es kam zu erheblichen Behinderungen auf der offiziellen Umleitungsstrecke für die wegen Bauarbeiten halbseitig gesperrten Walsroder Straße. Nach gut einer Stunde konnte die Sperrung wieder aufgehoben werden, hieß es von der Langenhagener Polizei später.

Nach Auskunft von Langenhagens Feuerwehrsprecher Christian Hasse wurde die Feuerwehr wegen eines gemeldeten Zimmerbrandes um 13.15 Uhr alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte quoll bereits dichter Qualm aus den Fenstern der Wohnung im Obergeschoss des Mehrfamilienhauses. Einsatzleiterin Frauke Wegner erhöhte daraufhin die Alarmstufe und forderte zusätzliche Kräfte aus Krähenwinkel an. Die Einsatzleiterin ließ die Drehleiter in Stellung bringen und schickte einen Trupp mit einem C-Rohr unter Atemschutz über das Treppenhaus vor. Ein weiterer Trupp kontrollierte über den Korb der Drehleiter mittels Wärmebildkamera den Brandort. Parallel wurde der Lüfter in Stellung gebracht, erläutert Hasse das Vorgehen der Feuerwehrleute. Nach gut einer Viertelstunde hatten die zwischenzeitlich 30 Einsatzkräfte die Situation schließlich unter Kontrolle. Verletzt wurde niemand, die einstige Mieterin der Wohnung war zum Zeitpunkt des Brandes nicht vor Ort. Weitere Bewohner des Mehrfamilienhauses hatten während des Einsatzes das Haus selbstständig verlassen können.

Reuterdamm muss für Löscharbeiten voll gesperrt werden

Die Nachlöscharbeiten in der zugemüllten Wohnung dauerten allerdings noch bis gegen 16 Uhr. Mit einer Wärmebildkamera suchten die Kräfte in dem überall herumliegenden Unrat nach versteckten Glutnestern und löschten diese ab. Wie Christian Hasse weiter erläuterte, versucht die Feuerwehr bei derartigen Wohnungsbränden nach Möglichkeit wenig Wasser einzusetzen. „Um Gebäudeschäden so minimal wie möglich zu halten“, sagt der Sprecher. Diese mittlerweile gängige Praxis werde von den Feuerwehrkräften auch entsprechend geübt.

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Von Sven Warnecke

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