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Langenhagen Rat macht Weg frei für Zuschüsse, Kita-Plätze und Schulbau
Umland Langenhagen Rat macht Weg frei für Zuschüsse, Kita-Plätze und Schulbau
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12:31 05.03.2019
Der Rat ebnet mit großer Mehrheit den Weg für Zuschüsse, Kita-Plätze und den Neubau der IGS Langenhagen. Quelle: Symbolbild
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Langenhagen

Für Politik, Verwaltung und (am Ende noch eine Handvoll) Zuschauer war es eine Mammut-Sitzung. Doch sie hat sich gelohnt: Der Rat der Stadt hat am Montag innerhalb von knapp vier Stunden mehrere, für die Bürger unmittelbar wirksame Weichen gestellt.

Zuschüsse für Vereine

Geebnet hat der Rat einstimmig nach langer, selbstkritischer Debatte auch die Auszahlung der beantragten Zuschüsse von mehreren Dutzend Vereinen. Die Antragsteller reichen vom Arbeitskreis Grünes Langenhagen über die Närrische Ritterschaft bis zu Vereinigung für Artenschutz und Vogelschutz. Dabei profitieren gleich mehrere Vereine von einer Empfehlung von Bürgermeister Mirko Heuer: So wendet die Stadt bereits die Kulturförderrichtlinie an, über die die Politik seit November 2018 diskutiert, sie aber bis heute nicht verabschiedet hat. Weil die alte Richtlinie jedoch aus rechtlichen Gründen nicht mehr angewendet werden kann, erhalten die betroffenen Vereine nun das Geld, das sie auch beantragt hatten. Hätte die alte Regelung gegriffen, wären alle Beträge auf jeweils 500 Euro gekürzt worden.

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Zusätzliche Kita-Plätze

Zustimmung fanden zudem die Anträge für zusätzliche Kita-Plätze: Sowohl dem Antrag der Elisabethgemeinde als auch dem des Kita-Zirkels folgte der Rat einmütig. Eine längere Diskussion entzündete sich rund um den Antrag des Freien Trägers KinderHut, der in einer Immobilie des früheren Godshorner Ortsbürgermeisters Rainer Godorr an der Kreuzung Hauptstraße/Am Moore in Godshorn eine Einrichtung für sechs Gruppen betreiben möchte. Auf Antrag der Grünen/Unabhängigen wird der Mietvertrag zwischen der Stadt und Godorr von 25 Jahre auf 15 Jahre reduziert, allerdings versehen mit einer Verlängerungsoption auf weitere 10 Jahre. „Wir müssen allerdings noch prüfen, ob auf Grundlage dieser Veränderung die bislang kalkulierten Zuschüsse aus öffentlicher Hand noch fließen werden“, mahnte Hettwer am Dienstag auf Nachfrage. Noch offen ist, wie die verkehrliche Lage der Immobilie mit Blick auf den künftigen An- und Abfahrverkehr der Eltern zu bewerten und gegebenenfalls zu entschärfen ist. „Die Verkehrsbehörde und die Tiefbauabteilung können beide erst etwas zur Brisanz sagen, wenn es eine Verkehrszählung vor und nach dem Start der Einrichtung gegeben hat“, sagte Hettwer. Bislang gelte die Situation dort als „nicht bedenklich“. Der Ortsrat Godshorn dagegen hatte Befürchtungen formuliert insbesondere, da die Strecke im Berufsverkehr gerne als Schleichweg Richtung Garbsen genutzt werde.

Raumprogramm der IGS Langenhagen

Das Raumprogramm für die neue IGS Langenhagen steht. Damit können nun alle nötigen Schritte eingeleitet werden, die für den Neubau nötig sind. Auch wenn dieser frühestens im Mai 2022 beginnen kann. Erst dann nämlich wird das Gymnasium in den Neubau an der Rennbahn umziehen und damit buchstäblich den Weg für den Neubau an der Konrad-Adenauer-Straße frei machen, wie Baudezernent Carsten Hettwer nach der Sitzung auf Nachfrage erläuterte. In der zweiten Jahreshälfte 2019 müsse als nächstes der Technische Schulbauausschuss ein Unternehmen bestimmen, das alle für den Neubau notwendigen Wettbewerbe im kommenden Jahr begleiten wird. „Bis Mitte dieses Jahres wird auch die neue Wirtschaftlichkeitsberechnung vorliegen für einen etwaigen Erhalt der Trakte E, F und G auf Basis der jetzt beschlossenen möglichen 7-Zügigkeit“, ergänzte Hettwer.

Von Rebekka Neander