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Langenhagen Weiherfeld-Erweiterung: Jetzt ist die Region am Zug
Umland Langenhagen Weiherfeld-Erweiterung: Jetzt ist die Region am Zug
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08:53 11.03.2019
Ein kleiner grüner Pfeil deutete schon in dem vor einigen Jahren veröffentlichten Integrierten Stadt-Entwicklungs-Konzept (ISEK) an, dass eine Erweiterung der Weiherfeld ins Landschaftsschutzgebiet langfristig zum Thema werden könnte. Quelle: Stadt Langenhagen
Kaltenweide

Jetzt ist die Region am Zug: Sollen rund 66.000 Quadratmeter Ackerfläche aus dem Landschaftsschutzgebiet Wietzetal am nordöstlichen Rand des Weiherfeldes gelöscht werden? Darüber soll nach derzeitiger Planung der Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz am 30. April in Hannover beraten. Vorausgesetzt, die jetzt im Langenhagener Rat letztlich doch ausgesprochene Empfehlung findet rechtzeitig ihren Weg in die dafür notwendige Beschluss-Drucksache.

Für Langenhagen ist die jahrelange Diskussion damit beendet. Vorerst zumindest. Mit sechs Nein-Stimmen unterlag zum Schluss die Gruppe der Erweiterungsgegner insbesondere rund um die BBL-Fraktion und die Gruppe Grüne/Unabhängige. SPD und CDU/Hinz setzten sich durch, die Stellungnahme der Stadtverwaltung mit der Empfehlung auf Teillöschung an die Region als Verfahrensführerin weiterzugeben. Intern jedoch mit der Maßgabe verknüpft, das Areal erst dann baulich zu entwickeln, wenn die Infrastruktur rund um Grundschule und Kinderbetreuung dies zuließen. Aktuell sind die Einrichtungen in Kaltenweide überlaufen.

Ist Kaltenweider Grundschule 2028 nur noch dreizügig?

In der Ratssitzung flammte vor dem Beschluss noch einmal die bereits lange währende Debatte auf, insbesondere mit Blick auf die Prognosen zur Schülerentwicklung in Kaltenweide. Einmal mehr verdächtigte vor allem der BBL-Ratsherr Jens Mommsen die Stadtverwaltung, bei den Zahlen nicht korrekt zu informieren. Mommsen hatte zu diesem Zweck auf die mündliche Beantwortung einer umfänglichen Ratsanfrage gleich zu Beginn der Ratssitzung gedrungen. Bürgermeister Mirko Heuer verlas den seitenlangen Text wortgetreu; in der späteren politischen Debatte spielten die darin vorgetragenen Daten jedoch nur noch eine untergeordnete Rolle. Heuer berichtete, die Kaltenweider Grundschule werde anhand der vorliegenden Zahlen voraussichtlich im Schuljahr 2028/29 nur noch dreizügig sein. Derlei Vorhersagen seien jedoch immer schwierig, betonte Heuer.

Sollte der Umweltausschuss der Region am 30. April über die Teillöschung beraten, könnten zunächst der Regionsausschuss am 7. Mai sowie die letztlich die Regionsversammlung am 21. Mai darüber befinden. Die Stadt wird die in Rede stehenden Grundstücke erst nach einer Teillöschung kaufen, sagte Baudezernent Carsten Hettwer auf Nachfrage. Mit den Eigentümern seien allerdings Optionsverträge vereinbart worden. Sollte die Region die Fläche nicht aus dem Landschaftsschutzgebiet entlassen, trete die Stadt vom Kauf zurück, sagte Hettwer. „Es wäre absurd, Flächen zu Bauerwartungsland-Preisen zu kaufen, deren Bebaubarkeit vollkommen unsicher ist.“ Eine der Grundeigentümerinnen hatte zuletzt ihre Bereitschaft zu verkaufen zurückgezogen. Auf diese gut 9000 Quadratmeter umfassende Fläche am nordörtlichen Rand des Erweiterungsareals müsse die Stadt nun verzichten, sagte Hettwer.

Keine Aussage zur Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Dezernenten

BBL-Ratsherr Jens Mommsen hat nach eigenen Angaben unterdessen bei der Kommunalaufsicht Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Baudezernenten Carsten Hettwer eingereicht. Hettwer habe im Planungsausschuss zum Verfahren und angeblich vorhandenen Vorkaufszusagen nicht die Wahrheit gesagt. Aus dem Rathaus ist dazu derzeit keine Stellungnahme zu erhalten. Dieses nichtöffentliche Verfahren, so heißt es, unterlaufe strengen Regeln. Man werde sich erst dazu äußern, wenn dies das Verfahren zulasse. Die zuständige Fachabteilung der Verwaltung prüfe dies derzeit.

Von Rebekka Neander

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