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Langenhagen Richtfest für die Sozialwohnungen am Elbeweg
Umland Langenhagen

Langenhagen: Richtfest für Niedrigenergie-Sozialwohnungen am Elbeweg

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17:39 31.01.2020
Um bezahlbaren Wohnraum auch für finanziell schwächere Langenhagener zu schaffen, lässt die Entwicklungsgesellschaft derzeit an vier Stellen in Langenhagen Geschosswohnungen bauen. Quelle: Rebekka Neander
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Langenhagen

Geringe Miete und so gut wie keine Heizkosten – geht das? Was angesichts des angespannten Wohnungsmarktes zu schön klingt, um wahr zu sein, wird bei der Entwicklungsgesellschaft Langenhagen (EL) derzeit Wirklichkeit: Am Donnerstag feierte die hundertprozentige Tochter der Stadt erneut Richtfest für den zweiten von vier Bauabschnitten, an deren Ende 63 Sozialwohnungen mit KfW-40-Standard entstanden sein werden. 17 Wohnungen werden an der Ecke Elbeweg/Kurt-Schumacher-Allee voraussichtlich im September bezugsfertig sein. Bauherrin ist das aus Auetal stammende Familienunternehmen Immo-Control.

Wandmodule entstehen in Massenfertigung

Basis für die bislang ungewöhnliche Kombination von Sozialwohnungsbau und Niedrigenergiestandard ist unter anderem das Konfektionierungssystem von Immo-Control. Weil es nur wenige bereits fertig entwickelte Haustypen gibt, aus denen die Auftraggeber auswählen können, werden alle Wandmodule in Massenfertigung produziert. Die Kosten für Planung und Abstimmung zwischen den Gewerken entfallen. Durch die öffentliche Förderung von sozialem Wohnungsbau kann die EL nun in ihren Wohnungen tatsächlich mit einer Kaltmiete von 5,60 Euro pro Quadratmeter starten. Dafür liegen die Belegrechte für alle Wohnungen bei der Stadt. Hinzu kommt die besondere Situation der EL als Tochter der Stadt: Eine Rendite muss die Gesellschaft nicht um jeden Preis einfahren. Ihr reicht eine schwarze Null.

Baudezernent Carsten Hettwer (links) und Bürgermeister Mirko Heuer verfolgen den Richtspruch durch den Zimmermann Thomas Hönicke. Quelle: Rebekka Neander

Wohnungen in Engelbostel sind im Juni bezugsfertig

Nach dem Richtfest für den ersten Bauabschnitt an der Stöckener Straße in Engelbostel mit zwei Gebäuden von jeweils zwölf Wohnungen folgte nun der symbolische letzte Hammerschlag am Dachstuhl für ein viergeschossiges Haus am Elbeweg mit 17 Wohnungen. An der Stöckener Straße können die ersten Mieter voraussichtlich im Juni einziehen. Wie Henrike Vogt, Vertriebsleiterin bei Immo-Control, am Donnerstag sagte, liegen auch für die beiden noch fehlenden Projekte in Engelbostel sowie in Krähenwinkel inzwischen die Baugenehmigungen vor. Im April, so Vogt, starten die Arbeiten für das Gebäude an der Walsroder Straße/Ecke Bauernpfad in Krähenwinkel. Abschluss des Projektes ist das Haus in Alt-Engelbostel.

17 Sozialwohnungen mit Niedrigenergiestandard lässt die Stadt Langenhagen derzeit über ihre Tochtergesellschaft EL bauen. Am Donnerstag war Richtfest.

Nachbarn sind zum Richtfest eingeladen

Während des Richtfestes konnten sich die eingeladenen Gäste, darunter auch die künftigen unmittelbaren Nachbarn, selbst ein Bild vom Inneren des Gebäudes machen. Außer den Betonwänden ist darin derzeit noch nicht viel zu sehen. Ausgehängte Grundrisse der künftigen Wohnungen geben einen ersten Eindruck: So verzichten die intelligenten Wohnungsschnitte zugunsten der Zimmer weitestgehend auf Verkehrsflächen wie Flure. Obwohl der Neubau mit seinen vier Geschossen eine beachtliche Höhe hat, sei das Verhältnis zu den Nachbarn bislang gut, sagte Vogt. Unter anderem habe man einen Weg, mit dem die benachbarten Gärten erschlossen werden, erhalten, obwohl er als Flurstück nicht eingetragen gewesen sei.

Da die Arbeiten am Elbeweg schneller vorangingen als geplant, fürchtet Vogt auch keinen Wintereinbruch mehr. „Eigentlich wollten wir im Januar erst die Bodenplatte hier gießen. Da wir aber jetzt schon viel weiter sind, können wir den Bau voraussichtlich schon im Februar wetterfest schließen. Dann ist uns der Winter danach tatsächlich egal.“

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Von Rebekka Neander

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