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Langenhagen Beim Mühlenfest in Kaltenweide herrscht riesiger Andrang
Umland Langenhagen

Langenhagen: Riesiger Andrang herrscht beim Mühlenfest in Kaltenweide

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00:21 26.06.2019
Schattenplätze sind bei Besuchern des Mühlenfestes am Sonntag sehr begehrt. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Kaltenweide

 Malerische Kulisse und Publikumsmagnet: Das Mühlenfest in Kaltenweide ist bei herrlichem Sonnenschein am Sonntag mal wieder das Ziel unzähliger Fußgänger, Rad- und Autofahrer gewesen. Die Besucher nahmen die 1602 erbaute Mühle in Augenschein, Kinder vergnügten sich auf dem gesamten Areal, und dazu gab es jede Menge Leckereien, die zum Verweilen unter den Flügeln einluden – Schattenplätze waren bei dem Wetter sehr gefragt. Die Ortsarbeitsgemeinschaft Kaltenweide (OAG) hatte das bunte Programm für Klein und Groß auf die Beine gestellt.

Rund um das historische Gebäude gab es am Sonntag wieder eine Menge zu erleben: Besichtigungen, Spiele und reichlich Speisen und Getränke.

Bürgerverein führt beim Fest durch die Mühle

Jede Stunde bot der Kaltenweider Bürgerverein eine Führung in dem historischen Bau an. Viele Interessierte versammelten sich, um an den Rundgängen teilzunehmen. So auch Correna Unterkeller mit ihrer Enkelin Lara. Die Siebenjährige fand die Führung von Joachim Schorlies, Vize-Chef des Bürgervereins, sehr spannend, weil die Mühle so alt ist. Mit dabei war auch Antonia. Die ebenfalls Siebenjährige durfte im Obergeschoss an einer Bremse ziehen. „Diese hält das Mühlenrad an, das ausschließlich aus Holz hergestellt ist“, erklärte Schorlies den Besuchern.

Besucher raten Getreidesorten

Und wer wissen wollte, welche Getreidesorten es gibt, der schaute bei Sieglinde Leonenko, Schatzmeisterin des Bürgervereins, im Untergeschoss vorbei. Hinter Glaskästen waren etwa Sommerweizen, Buchweizen, Roggen, Gerste oder Hafer aufgereiht. Sie ließ die kleinen und großen Gäste raten, um welche Sorte es sich handelt. „Nicht alle wissen es“, sagte Leonenko.

Das Mühlenfest ist ein Muss

Besucherin Gisela Benecke mag die ländliche Gegend. Deshalb besucht die Frau aus Bothfeld regelmäßig das Mühlenfest. „Das Fest ist kein Rummel, sondern etwas Besonderes, und die Organisatoren geben sich viel Mühe“, lobte die 67-Jährige. Auch für Gabi Meyer aus Kaltenweide ist der Besuch des Festes rund um die Mühle ein Muss. Weil sie kein Fleisch isst, probierte sie am Stand der AWO ein Schwarzbrot mit Matjes, Meerrettich und Preisselbeeren. „Sehr lecker“, urteilte Meyer.

Für Michael und Vanessa Beck ist ein Besuch des Mühlenfestes gesetzt. „Wir wohnen seit 2009 in Kaltenweide“, sagte der 48-Jährige. Bislang hätte die Familie kein Fest ausgelassen. „Die Mühle ist ein Anziehungspunkt für alle“, sagte die 43-jährige Vanessa Beck. Zusammen mit ihren Töchtern Antonia und Franziska verbrachten sie vergnügliche Stunden auf dem privaten Gelände des Ehepaares Dieter und Charlotte Holzhausen, die alle zwei Jahre ihr Grundstück beim Mühlenfest für die Besucher öffnen.

Eigens für die diesjährige Veranstaltung kreierte Charlotte Holzhausen die Max-und-Moritz-Figuren. Die Kleidung für die zwei Lausbuben erwarb sie in einem Secondhandladen und die Krawatte ihres Mannes fand sie im Keller. „Sie passen gut zur Mühle“, sagte die Kaltenweiderin stolz.

Trecker Club bietet Rundfahrten an

Und wer sich nicht nur auf dem malerischen Areal der Bockwindmühle umschauen wollte, der konnte eine 15 Minuten lange Rundfahrt mit Daniel Hose absolvieren. Er ist Mitglied im Trecker Club Kaltenweide. Für die Touren hatte Hose an seinen Güldner ADA 10 Baujahr 1954 einen Wagen gespannt und chauffierte Eltern und Kinder sowie andere Besucher durchs Dorf.

Eine durch die Bank weg positive Bilanz zog gegen Ende der Veranstaltung Axel Siebert, Schützenchef und Mitglied der Ortsarbeitsgemeinschaft. „Für alle Altersklassen war etwas dabei, und die Leute waren zufrieden“, bilanzierte Siebert.

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Von Katerina Jarolim-Vormeier

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