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Langenhagen Schüler der IGS üben die richtige Bewerbung für den Beruf
Umland Langenhagen Schüler der IGS üben die richtige Bewerbung für den Beruf
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16:05 14.03.2019
Matthias Raschke von der Debeka gibt den Schülern Batuhan (15, von links), Stefan (15), Lea (14) und Claire (15) eine Rückmeldung zu den Bewerbungsmappen. Im Hintergrund hört Projektleiterin Anke Kaiser interessiert zu. Quelle: Stephan Hartung
Langenhagen

Matthias Raschke blättert durch die zahlreichen Bewerbung und nickt zufrieden. „Das sieht alles sehr gut aus“, sagt der Personalleiter der Debeka. Raschke war ein Vertreter von insgesamt 30 Firmen, mit denen die IGS Langenhagen für ihr Bewerbungsprojekt kooperiert. Drei Tage lang stand für die Neuntklässler der Gesamtschule dieses Projekt im Mittelpunkt, dabei nahmen sie auch an fiktiven Vorstellungsgesprächen mit den jeweiligen Personalchefs teil.

Die Rückmeldung von Raschke erfreute nicht nur die Schüler. „Wir haben die Bewerbungsmappen nicht korrigiert, die von den Schülern für die Firmen erstellt wurden“, sagt Anke Kaiser. Die IGS-Lehrerin ist Leiterin des Fachbereichs Arbeit-Wirtschaft-Technik, organisiert zudem seit mehreren Jahren das immer im Februar für den neunten Jahrgang stattfindende Bewerbungsprojekt. Auch in den von ihr beobachteten Vorstellungsgesprächen stellte sie zufrieden fest, „dass einige Schüler, die eher schüchtern sind und denen ich das nicht zugetraut hätte, über sich hinausgewachsen sind“. Von einer Firma bekam sie sogar eine besondere Rückmeldung. „Einen Schüler hätte der Personalleiter sofort einstellen wollen. Er hat bedauert, dass er noch zur Schule geht.“

Vorbereitung im Deutsch-Unterricht

Im Dezember mussten die Schüler ihre Mappen fertigstellen. Zuvor stand im Deutsch-Unterricht auf dem Stundenplan, wie ein Bewerbungsanschreiben formuliert wird und was alles, und in welcher Form, in eine Mappe muss. 180 Schüler wurden an den drei Tagen in mehrere Gruppen aufgeteilt. Bevor es dann in die Bewerbungsgespräche ging, stand wichtige Theorie auf dem Programm: der Benimm-Knigge. Kleidung, Sprache und der höfliche Umgang mit dem Menschen gegenüber – alles erklärt von einem Experten einer Krankenkasse.

Zurück zur Gruppe von Raschke. Bei ihm bewarb sich Stefan als Fachkraft für Agrarwissenschaft. „Ich könnte mir vorstellen, so etwas auch später zu machen. Daher hat mir das Projekt viel gebracht, die Knigge-Regeln fand ich interessant“, sagt der 15-Jährige. Nur als Planspiel bewarb sich Claire bei Raschke als Medizinische Fachangestellte – das tat sie überzeugend, nach der Schule strebt sie jedoch ein Studium bei der Bundeswehr an. „Mit einer Freundin habe ich das Bewerbungsgespräch geübt“, sagt die 15-Jährige. Zusätzlich half ihr natürlich die Theorie des IGS-Projekts. Denn im Gespräch mit Rasche erkundigte sie sich auch nach möglichen Weiterbildungsmöglichkeiten in dessen Betrieb – so etwas macht sich immer gut.

Das ist wichtig bei der Bewerbung

Was ist bei einem Bewerbungsgespräch wichtig? Was geht auf gar keinen Fall? Die Neuntklässler der IGS Langenhagen haben viel gelernt. Aber die elementaren Dinge sollten nicht nur Schüler verinnerlichen. Wichtig ist natürlich im Vorfeld, eine ordentliche Bewerbung abzugeben – mit Anschreiben, Zeugnissen und unterschriebenem Lebenslauf. Zum Vorstellungsgespräch ist eine dem Betrieb angemessene Kleidung Grundvoraussetzung. „Wer sich auf dem Bau bewirbt, braucht nicht mit Anzug und Krawatte kommen. In vielen anderen Berufen ist etwas schickere Kleidung aber wichtig“, sagt Anke Kaiser, die an der IGS das Bewerbungsprojekt geleitet hat. Ein grober Fehler zum Gespräch ist das Kauen von Kaugummi. Auch sollte man nicht gleich zu Beginn nach den Verdienstmöglichkeiten fragen. Viel mehr empfiehlt es sich, über den Betrieb informiert zu sein und gegebenenfalls mit der Frage nach der dortigen Perspektiven Interesse zu zeigen. hg

Von Stephan Hartung

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