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Langenhagen Stadt gibt für Sicherheit des alten Bades viel Geld aus
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Langenhagen: Stadt gibt für Sicherheit des alten Bades viel Geld aus

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00:17 12.05.2019
Vandalismus: Die Langenhagener Stadtverwaltung zahlt für die Sicherheit am ehemaligen Godshorner Bad viel Geld. Quelle: Sven Warnecke
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Langenhagen/Godshorn

Was soll auf dem Areal des ehemaligen Hallenfreibades in Godshorn künftig geschehen? Mit der Frage befassen sich aktuell viele Menschen. Jüngst auch wieder der Ortsrat Godshorn. Und aus dem Gremium hagelte es reichlich Kritik an die Adresse der Langenhagener Stadtverwaltung. Was war geschehen? Seit Schließung des Bades hatten sich die Ortspolitiker in diversen Runden mit der Frage zur Zukunft des Areals an der Berliner Allee befasst – und nach eigenem Dafürhalten auch etliche Ideen in Richtung Rathaus entsandt. So sollte nach dem Gusto des Ortsrates unter anderem der Gebäudetrakt mit den Umkleiden, Sanitärräumen und dem Eintrittskartenverkauf im Freibadbereich für eine andere Nutzung erhalten bleiben, der Rest der Abrissbirne zum Opfer fallen.

In der später aufgelegten Beschlussdrucksache der Stadt war indes davon keine Rede, so der Vorwurf. Das war in Langenhagen wohl nicht angekommen, hieß es. Diese „Ignoranz“ wurde vom Godshorner Ortsrat Ende April heftigst kritisiert. In der Folge formulierte das Gremium einen Ergänzungsantrag, der nun im Stadtplanungsausschuss beraten werden sollte. BBL-Fraktionschef Jens Mommsen konnte die Kritik des Godshorner Ortsrates durchaus verstehen. Denn die Vorschläge zur Nachnutzung des Areals seien schlichtweg in der Stadtverwaltung nicht gehört worden, monierte er.

Hört die Stadtverwaltung nicht auf die Ortsräte?

Die Langenhagener Verwaltung hatte indes den Wunsch, die baldige Nachnutzung und den kompletten Abriss des Bades rasch zu beschließen. Doch bei dem Wunsch bleibt es vorerst auch. Mit den Stimmen der Fraktionen von CDU, BBL sowie den Unabhängigen/Grünen wurde das Thema nun von der Tagesordnung des vorentscheidenden Stadtplanungsausschusses gekippt –der angesichts der Dringlichkeit formulierte kommunale Vorschlag fiel durch. Trotz der Versuche von SPD-Ratsherr Wolfgang Langrehr, den Punkt im Ausschuss als behandelt durchgehen zu lassen, damit er anschließend im entscheidenden Verwaltungsausschuss beraten werden kann,wurde das Thema vertagt. Über die Zukunft des Areals wird nun frühestens im Juli politisch befunden.

Hettwer: Godshorner werden bei Zerstörung erwischt

Da halfen auch die mahnenden Worte von Langenhagens Stadtbaurat Carsten Hettwer nichts, dass aktuell viel Geld im fünfstelligen Bereich ausgegeben werden müsse, um das Areal zu sichern. Und damit meint er nicht nur die Fensterfassaden, die nun mit Lochblech-Matten gegen Vandalismus geschützt werden müssten. Vielmehr sei es mittlerweile nötig, dort neben der stets präsenten Polizei auch private Sicherheitsdienste – vielfach verdeckt – patrouillieren zu lassen. „Dort sind bereits Godshorner erwischt worden, die weiter zerstören“, berichtete Hettwer nun den Mitgliedern des Stadtplanungs-, Bau- und Umweltausschuss. Im aktuellen Haushalt der Stadt stehen für den Abriss 400.000 Euro. Doch ob das Geld langt, ist ungewiss. Denn bei Untersuchungen hat sich nach Informationen dieser Zeitung ergeben, dass die Bausubstanz des alten Bades Asbest aufweist und damit problematisch sein könnte.

Ungeachtet dessen warnte der Stadtbaurat die Ausschussmitglieder nun davor, noch mehr Zeit verstreichen zu lassen. „Eine Vertagung passt mir überhaupt nicht“, betonte er. „Wir verlieren Zeit.“ Damit meint er die Frist für die Ausschreibung der an der Berliner Allee notwendigen Abrissarbeiten. Und Hettwer erinnerte auch daran, dass nicht die Politik, sondern vielmehr die Verwaltung für die Sicherheit des Areals zuständig sei – und dafür haften müsse.

Von Sven Warnecke

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