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Langenhagen Störche sammeln sich rund um den Flughafen
Umland Langenhagen

Langenhagen: Störche sammeln sich rund um den Flughafen

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18:05 16.08.2019
HAZ-Leserin Sigrid Böhme vermutet, dass die Störche auf ein Last-Minute-Angebot für einen Flug gen Süden warten und sich deshalb in der Nähe des Flughafens in Langenhagen versammelt haben. Quelle: Sigrid Böhme
Langenhagen

Spanien, Italien oder Griechenland: Warten die Störche auf ein Last-Minute-Angebot für einen Flug gen Süden? So scherzt jedenfalls HAZ-Leserin Sigrid Böhme, die dieses Foto auf der Landesstraße 380 zwischen Engelbostel und Resse gemacht hat. Oder wollen sich die Tiere von der Hitze der vergangenen Tage und Wochen erholen und streben einen Flug in nördlichere Breitengrade an? Die Störche haben sich auf einer Wiese in Höhe des Flughafens als große Gruppe versammelt. Böhme hat im Vorbeifahren einen Schnappschuss mit knapp 20 Tieren gemacht.

Truppen von Jungstörchen bevölkern derzeit die Wiesen rund um den Flughafen.

Auch unser Leser Siegfried Scholz hat bei Kaltenweide Störche mit der Kamera samt Teleobjektiv abgelichtet. Die gut 30 Großvögel hatte er gut 200 Meter nordöstlich des Kreisels Weiherfeldallee in der Nähe der S-Bahn-Strecke entdeckt. Von diesem „Storchentourismus“ berichtet auch Leserin Simone Behringer. Wie bereits in den vergangenen Jahren hat sie die Ansammlung zwischen Kaltenweide und Altenhorst beobachtet und die Gelegenheit für ein Foto genutzt. Sie hätten eifrig gefressen. Das Schauspiel hätten sich ihren Angaben zufolge noch andere Autofahrer und Fußgänger angeschaut. Behringer spricht von „einer schönen Kulisse“. Dorothee Moeschler hat einen „Elfer-Trupp“ beim Gassigehen in der Nähe der Nordbahn des Flughafens entdeckt.

Storchen-Trupps bestehen aus „Junggesellen“

Der Vorsitzende des Langenhagener Naturschutzbundes, Ricky Stankewitz, spricht von einem offenbar guten Storchenjahr. „Bei den fotografierten Störchen dürfte es sich um einen Jungesellen-Trupp gehandelt haben“, sagt er auf Anfrage. Er vermutet, dass die Vögel auch auf den frisch gemähten Wiesen nach Heuschrecken und Kleinsäugern jagten. „Gerade Letztgenannte geraten häufig ins Mähwerk und sind dann faktisch schon ,schnabelgerecht’ zu finden.“

Großvögel gefährden die Flugsicherheit

Doch die schöne Kulisse birgt auch Gefahren – für startende und landende Maschinen am Flughafen in Langenhagen. Die in den vergangenen Jahren stark angewachsene Storchenschar hatte vor drei Jahren dazu geführt, dass der Flughafenbetreiber wegen der gestiegenen Gefahr des sogenannten Vogelschlags eine Ausnahmegenehmigung zum Abschuss der Tiere beantragt und erteilt bekommen hatte. Allerdings nur dann, wenn es keine andere Möglichkeit mit Blick auf die Flugsicherheit gibt, betont Airport-Sprecher Sönke Jacobsen. Seinen Angaben zufolge musste bisher allerdings nicht von einer scharfen Schusswaffe Gebrauch gemacht werden. Vielmehr hatte es bislang gelangt, wenn der sogenannte Bird-Controller die Störche mit Schreckschussmunition verscheuchte.

Zudem wurde seinerzeit vereinbart, dass in den Ortschaften rund um das Flughafengelände keine künstlichen Nisthilfen für Störche mehr gebaut werden dürften – für die bestehenden Storchennester in Langenhagen hat diese Regelung jedoch keine Relevanz. Die bereits existierenden Nester etwa in Engelbostel, Schulenburg und Kananohe genießen Bestandsschutz.

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