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Langenhagen Südafrikanerin kommt in Godshorn an
Umland Langenhagen

Langenhagen: Südafrikanerin kommt in Godshorn an

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00:19 13.05.2019
Kita-Leiterin Ute Seifried (von links) freut sich zusammen mit Kirchenvorstand Marco Balkenhol und Pastor Falk Wook über die Unterstützung von Dorris Moalosi. Quelle: Dirk Lange
Godshorn

Sie ist in Langenhagen angekommen: Seit März ist Dorris Moalosi in der Stadt. Die Südafrikanerin ist beim Jugendaustauschprogramm „weltwärts“ für ein Jahr zu Gast im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen. Und das sie angekommen ist, ist auch der Godshorner Familie Wook zu verdanken. Dort hat sie für zwölf Monate eine Heimat gefunden. Und dort fühlt sie sich „vom ersten Tag an wie zu Hause“, berichtet Moalosi jetzt im Gespräch mit dieser Zeitung.

Sprachprobleme werden mit Händen und Füßen geregelt

Seit 2011 erweitet das evangelische Missionswerk Hermannsburg die Chancen für junge Menschen aus den Ländern des südlichen Afrikas und Lateinamerikas, beim eben diesem Jugendaustauschprogramms für ein Jahr einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Deutschland zu absolvieren. Stets in enger Anbindung an die Kirchenkreis-Partnerschaften. In Burgwedel-Langenhagen ist das Odi bei Pretoria in Südafrika. Von dort kommt auch die 24-jährige Moalosi, die nun für ein Jahr in der Godshorner Kirchengemeinde Zum Guten Hirten tätig ist.

Sprachprobleme? Von wegen. Sie arbeitet seit dem 1.März hauptsächlich im Team des pädagogischen Mittagstischs „Satt & Schlau“ sowie im Kindergarten der Kirchengemeinde. Die Kinder haben sie schon unbefangen und mit viel Herzlichkeit aufgenommen, berichtet Moalosi. Sprachprobleme würden beide Seiten auf die eigene, unkomplizierte Art und Weise lösen – letztlich mit Händen und Füßen. Und das klappt offenbar, das beiderseitige Verhältnis ist von großem gegenseitigem Interesse geprägt, berichtet auch die Godshorner Kita-Leiterin Ute Seifried.

Erfahrungen im Ausland sammeln

Moalosi hat ihr Studium der Psychologie für ein Auslandsjahr unterbrochen, um Erfahrungen zu sammeln, neue Eindrücke zu gewinnen. Finanziell wird das Programm vom Missionswerk unterstützt, die Kosten für Visum, Flüge, Sozialversicherung, private Haftpflicht- und Unfallversicherung, zwei Deutschkurse sowie das fachlich-pädagogische Begleitprogramm übernimmt.

Mit ihren 24 Jahren gehört die Südafrikanerin zur Generation „Bornfree“, zu jenen Kindern also, die nach dem Ende der Apartheid vor 25 Jahren geboren wurden, erzählt sie. Von der „Regenbogennation“, die von der Verehrung für Nelson Mandela getragen wurde, sei aber nicht viel geblieben. Der Rassismus lebt in den Köpfen weiter und ist sowohl unter Weißen wie unter Schwarzen verbreitet wie eh und je. Zudem ist die Sicherheitslage angespannt und die Kriminalitätsrate hoch.

In einem Gottesdienst unter dem Motto „Gottesdienst anders“ wird Dorris Moalosi am Sonntag, 12. Mai, um 18 Uhr in der Godshorner Kirche offiziell begrüßt. Thema des Abends, na klar: „Afrika, Afrika“.

Von Sven Warnecke

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