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Langenhagen Überfülltes Bürgerbüro sorgt für Ärger unter Wartenden
Umland Langenhagen

Langenhagen: Überfülltes Bürgerbüro sorgt für Ärger

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09:00 08.06.2019
Eigentlich sollte der Umbau des Bürgerbüros viele Sorgen beenden. Die neue Technik, über die sich Bürgermeister Mirko Heuer (links) und Götz Gandenberger vom Zentraleinkauf vor zwei Jahren noch freuten, kann den Personalmangel nicht lindern. Quelle: Rebekka Neander (Archiv)
Langenhagen

Das am Donnerstagabend offenbar überfüllte Bürgerbüro im Langenhagener Rathaus hat Konsequenzen. „Das war ein in jeder Hinsicht extremer Tag“, sagte Bürgermeister Mirko Heuer am Freitag auf Nachfrage. Durch verschiedene Änderungen soll es nicht wieder vorkommen, dass – wie am Donnerstagabend – etwa 20 Wartende trotz gezogener Wartenummer unverrichteter Dinge nach Hause gehen mussten. Sie wurden allerdings Freitag, wie Heuer sagte, bevorzugt drangenommen.

Bürgerbüro soll donnerstags künftig früher schließen

„Wir werden am Donnerstag künftig schon um 17 Uhr und nicht mehr erst um 18 Uhr das Ziehen der Wartemarken beenden, um den Nachlauf der Abarbeitung in jedem Fall bis 20 Uhr sicherzustellen“, sagte Heuer und wiederholte damit, was er bereits am Donnerstagabend in sozialen Medien erbosten Bürgern entgegnet hatte. „Dieser Donnerstag war sehr extrem: Wir haben derzeit drei unbesetzte Stellen, zudem sind zwei Kolleginnen erst in der Einarbeitung.“ Die Besetzung der freien Stellen gestalte sich in Zeiten des Fachkräftemangels sehr schwierig. Auf bisherige Ausschreibungen hätten sich bisweilen gar keine Interessenten gemeldet. Am Sonnabend nun veröffentliche die Stadt erneut eine Sammelausschreibung für gleich mehrere Stellen, die in der Verwaltung vakant sind.

Besonders ärgerlich sei das Verhalten mancher gewerblicher Autohändler, die gleich mit mehreren Dutzend Nummernschildern auftauchten. Dies nicht selten auch aus anderen Kommunen, die ihrerseits unter ganz ähnlichen Problemen litten. „Vor sechs Monaten startete die Stadt Gehrden in der Runde der Hauptverwaltungsbeamten einen Notruf für ihr Bürgerbüro, das damals nur noch mit zwei Mitarbeiterinnen besetzt war. Die hatten komplett Land unter.“

Testbetrieb mit Terminvergabe am Sonnabend geplant

Zudem will Langenhagen künftig für den Sonnabend eine Terminvergabe testen. „Wir werden definitiv nicht komplett auf Terminvergabe umstellen wie Hannover“, sagte Heuer. „Es wird immer Angelegenheiten geben, die man sehr spontan erledigen muss. Anderes dagegen hat längeren Vorlauf.“ Die Technik im Rathaus gebe das zwar her, müsse aber aufwendig umgestellt werden. „Wir werden das deshalb nicht gleich morgen starten können.“ Heuer bittet trotz des verständlichen Ärgers der Betroffenen um Verständnis für die Mitarbeiter. Diese empfänden aufgrund der generell steigenden Fallzahlen einen hohen Druck.

Der Donnerstag in dieser Woche sei aus zwei weiteren Gründen besonders unglücklich gewesen: So hatte die Verwaltungsnebenstelle in Kaltenweide geschlossen, weswegen die Stadt selbst um ein Ausweichen in die Kernstadt gebeten hatte. Zudem musste eine Mitarbeiterin des Bürgerbüros früher ihren Dienst beenden, da sie am Abend die Ortsratssitzung in Krähenwinkel betreuen musste. „Die Tarifbindung ist da sehr streng: Die Mitarbeiter dürfen pro Tag nicht mehr als zehn Stunden arbeiten“, sagte Heuer.

Von Rebekka Neander

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