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Langenhagen VHS zeigt Wanderausstellung zur DDR
Umland Langenhagen

Langenhagen: VHS zeigt Wanderausstellung zur DDR

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12:33 28.09.2019
30 Jahre Mauerfall ist das Thema in der VHS Langenhagen. Für die Veranstaltung wirbt Leiterin Annette von Stieglitz. Quelle: Sven Warnecke
Langenhagen

„30 Jahre nach dem Mauerfall“ – unter diesem Motto bietet die Volkshochschule (VHS) Langenhagen eine fünfteilige Veranstaltungsreihe an. Nun steht am Dienstag, 1. Oktober, Teil drei auf dem Plan. Dabei wird nach Auskunft der VHS-Leiterin Annette von Stieglitz die Wanderausstellung auf 20 Schautafeln zum Thema „DDR – Mythos und Wirklichkeit“ im Treffpunkt an der Konrad-Adenauer-Straße 17 gezeigt.

Mit der Ausstellung will der deutsche Geschichtslehrerverband über Mythen der SED-Diktatur aufklären – und diese ausräumen. Doch sie soll auch allgemeine Informationen über das Leben in der DDR liefern. Auf den Schautafeln werden Fakten vermittelt. Und die Ausstellungsbesucher können aktiv mitarbeiten. Aus diesem Grund sei das speziell auch für Schüler interessant, meint von Stieglitz. Die Informationen seien sehr eingängig beschrieben und mit diversen Fotos hinterlegt. „Historische Mythen sind speziell in Deutschland gefährlich“, zitiert von Stieglitz die Beweggründe des Geschichtslehrerverbandes.

Geschichtlicher Vortrag ergänzt Ausstellungseröffnung

Neben der Wanderausstellung wird es ab 18 Uhr auch einen Vortrag zum Thema geben. Dafür hat die VHS keinen Geringeren als Hubertus Knabe, den ehemaligen Leiter der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, gewonnen. Er wird dabei über seine Erkenntnisse, vornehmlich aber über seine Erfahrungen aus Gesprächen mit Zeitzeugen berichten. Denn – auch das ist nach Angaben von Stieglitz’ wichtig – diese gelte es zu transportieren. Schließlich werde nicht nur die Erinnerung der Menschen irgendwann brüchig, sie würden schließlich auch immer älter.

VHS-Leiterin schreibt eigene Passage in Freya-Klier-Buch

Wenn im Anschluss an den Vortrag noch Zeit sein sollte, wird von Stieglitz Passagen aus dem Buch von Freya Klier „Und wo warst Du?“ vorlesen. Denn dazu hat die VHS-Leiterin ein eigenes Kapitel „Der Bahnhof war völlig verwüstet“ beigetragen. Darin schildert sie ihre Erlebnisse vom 9. November 1989. Den Tag hatte sie in Dresden erlebt.

30 Jahre Mauerfall ist Thema in der VHS Langenhagen. Dieses Foto hat Annette von Stieglitz am 9. November 1989 in Dresden gemacht. Quelle: Annette von Stieglitz

Bei Interesse an einem Rundgang in der Ausstellung mit den Klassen sollten sich Lehrer bei von Stieglitz unter Telefon (0511) 73079700 oder per E-Mail an stieglitz@vhs-langenhagen.de wenden. Die Ausstellung wird am Dienstag, 1. Oktober, um 18 Uhr eröffnet und wird bis Mittwoch, 30. Oktober, gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Der vierte Teil der Veranstaltungsreihe besteht aus einer Exkursion zur Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Allerdings ist der Besuch bereits ausgebucht. Der fünfte und letzte Teil beinhaltet einen Vortrag von Christian Hellwig vom Institut für Didaktik der Demokratie der Universität Hannover. Dabei wird er am 22. Oktober zum Thema „Vom Grünen Band bis zur Grenze“ Gedanken und Assoziationen zur heutigen Erinnerung erläutern. Für von Stieglitz geht es nach eigenen Angaben in erster Linie um die Weiterentwicklung der Gedenkkultur.

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Von Sven Warnecke

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