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Langenhagen Was wird aus dem Sommerfest in Kaltenweide?
Umland Langenhagen Was wird aus dem Sommerfest in Kaltenweide?
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11:00 26.02.2019
An ungetrübte Feste erinnern die trommelnden Sonnenblumen-Kinder, die auf der Bühne ihr Publikum zu Beifallsstürmen brachten. Quelle: Ursula Kallenbach (Archiv)
Kaltenweide

 Die IWK, die Interessengemeinschaft Weiherfeld/Kaltenweide, ist enttäuscht. Als alleinige Organisatorin des eigentlich jetzt ins achte Jahr gehende Sommerfest will die Gruppe Geschäftstreibender jedenfalls nicht mehr antreten. Das bisherige Engagement werde weder im Ort noch in der Kommunalpolitik ausreichend gewürdigt, heißt es. Das Fest auf dem Kaltenweider Platz kann jetzt nur noch in einem anberaumten Vermittlungstreffen am 11. März im Margeritenhof gerettet werden. Ob das gelingt, ist jedoch fraglich.

Streit um Finanzierung schwelt seit Monaten

Der Beginn dieses Streits reicht weit zurück bis in die stadtweiten Debatten im Sommer 2018, als ein weitreichender Sparbeschluss im Rat samt Haushaltssperre für ausufernde Diskussionen sorgte. Betroffen war seinerzeit auch der Zuschussantrag der IWK beim Ortsrat Kaltenweide, um die Gesamtkosten von 8000 Euro für das Sommerfest Ende August 2018 zumindest mit einem Teilbetrag aus öffentlicher Hand puffern zu können. Der Ortsrat bewilligte damals nach langer Diskussion einen Zuschuss von 2600 Euro. Im Jahr zuvor gab es 1700 Euro für die IWK – bei Gesamtkosten von 7000 Euro.

Jan Waldhecker (von links) Dieter Treytnar, Erika Schmitt, Gabriele Galinat, Hannelore Brendel, Axel Siebert und Marc Gödeke organisierten 2018 das 7. IWK-Sommerfest. Quelle: Antje Bismark (Archiv)

Für den jetzt geäußerten Frust haben jedoch nicht allein die Gespräche gesorgt, die seinerzeit zwischen Ortsrat und IWK-Vorstand um den Apotheker Jan Waldecker und den Online-Buchhändler Dieter Treytnar geführt wurden. „Wir verstehen ja, dass in Zeiten einer nötigen Haushaltssperre Zuschüsse hinterfragt werden müssen“, sagt Dieter Treytnar auf Nachfrage. „Aber es fehlt uns auch am allgemeinen Zuspruch im Ort – und damit auch durch den Ortsrat.“ Dessen Mitglieder hätten sich auf den Sommerfesten nicht ausreichend sehen lassen. „Es wäre schön, die kämen nicht nur im Wahlkampf.“

Erste Warnungen gab es bereits im Herbst 2018

Dass zwischen dem politischen Gremium und der IWK nicht alles zum Besten steht, ist seit Längerem ein offenes Geheimnis. Im Ortsrat einigte man sich auch deshalb darauf, die Eröffnungsrede rotierend von verschiedenen Vorstandsmitgliedern des Gremiums halten zu lassen. Nach Ortsbürgermeister Reinhard Grabowsky in 2017 eröffnete im vergangenen Jahr sein Stellvertreter Domenic Veltrup das Fest. In diesem Jahr wäre das WAL-Mitglied Andreas Eilers dran gewesen. Dieser führt den jetzigen Streit vor allem auf eine „katastrophale Kommunikation“ zurück. Bereits im Herbst habe er nach dem Besuch einer internen Sitzung der IWK den Ortsrat gewarnt, „wenn wir nicht gegensteuern, fällt das Fest im nächsten Sommer aus“. Doch mit dieser Mahnung sei er im Ortsrat nicht gehört worden, klagt Eilers heute.

Veltrup räumt auf Nachfrage durchaus ein, die Schieflage seinerzeit nicht in dieser Dringlichkeit „wahrgenommen“ zu haben. Wie Eilers bedauert er, dass es seit Herbst 2018 nicht gelungen sei, einen Termin für ein von Grabowsky angeregtes Klärungsgespräch mit der IWK zu finden. Für den 11. März nun lädt die IWK alle Vereine und Interessierten zu einem Planungstreffen in den Margeritenhof in Kaltenweide ein. Sollten sich noch mehr Vereine finden, die das Fest organisieren wollen, werde sich auch die IWK nicht verweigern, sagt Treytnar. Eilers und Veltrup wollen daran in jedem Fall teilnehmen. Reinhard Grabowsky kann dies noch nicht versprechen. Er habe, wie er am Dienstag sagte, noch nicht geprüft, ob dies terminlich passt.

Dringlichkeitsantrag für den Ortsrat

WAL und BBL haben für die Sitzung des Kaltenweider Ortsrates am Dienstag, 5. März, einen Dringlichkeitsantrag gestellt. Es solle in dieser Sitzung über die Situation rund um das in Frage stehende Sommerfest in Kaltenweide gehen. Der Ortsrat, so WAL-Mitglied Andreas Eilers, könne sich damit schon vor dem für den 11. März anberaumten Vermittlungstermin über das weitere Vorgehen verständigen. Behandelt werden kann dieser Tagesordnungspunkt nur, wenn das Gremium der Aufnahme mehrheitlich zustimmt. Ob die CDU diesen Weg mitgeht, müsse erst die Fraktion intern beraten, ließ CDU-Ortsbürgermeister Reinhard Grabowsky dazu wissen. Der Ortsrat tagt um 19 Uhr an der Zellerie. Zu Beginn und am Ende können Kaltenweider Fragen an Politik und Verwaltung stellen.

Von Rebekka Neander

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