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Langenhagen Wie kommt schnelles Internet ins neue Gymnasium?
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Langenhagen: Wie kommt schnelles Internet ins neue Gymnasium?

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17:30 24.09.2019
Wer legt ein Glasfaserkabel für schnelles Internet in den Bereich zwischen Rennbahn, Schwimmbad und neuem Schulstandort an der Neuen Bult? Die Stadt will den Auftrag zum Jahreswechsel ausschreiben. Quelle: Jan Woitas/ZB/dpa
Langenhagen

Das neue Gymnasium an der Neuen Bult soll eine Schule für die Zukunft sein. Der Standort ist allerdings von gestern: Schnelles Internet ist zwischen Rennbahn, dem neuen Schwimmbad gegenüber und dem geplanten Areal für den Schulneubau an der Theodor-Heuss-Straße Mangelware. Die Stadt bereitet daher derzeit eine Ausschreibung für schnelles Internet vor, wer den Standort rechtzeitig zur Schuleröffnung erschließen kann. Über die digitale Ausstattung des Gymnasiums stritt auch der Technische Schulbauausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Den Kern des Problems traf das Gremium dabei allerdings nicht.

Umgetrieben fühlten sich einige Politiker dabei vor allem von der Frage, ob der gegenwärtige Stand der Planungen (insbesondere dessen Finanzierung) alle digitalen Wünsche der Schule bereits beinhaltet. Anlass der Diskussion war eine nach eigenen Worten offenbar „missverständliche“ Formulierung des Baudezernenten Carsten Hettwer, nach der bislang die IT-Ausstattung nicht vollumfänglich erfasst sei. Hettwer versuchte in der Sitzung zwar, dies zu präzisieren, überzeugen konnte er die Kritiker im Ausschuss damit jedoch nicht.

Ein Überblick über den Stand der Planungen:

Dabei gibt es, wie eine Nachfrage dieser Zeitung bei der städtischen Projektleiterin Ramona Mellin jetzt zeigte, innerhalb des Gebäudes derzeit keinen Grund zur Sorge. Hier ein Überblick:

In der bislang vorliegenden sogenannten Entwurfsplanung ist die Datenübertragung grundsätzlich bereits enthalten, sagt Mellin. Aktuell arbeite die Stadtverwaltung an der Verfeinerung zur sogenannten Genehmigungsplanung, bis es voraussichtlich ab Anfang 2020 um die „Ausführungsplanung“ gehen wird. In dieser werden dann auch die letzte Dose und der letzte Router samt Rechnerstruktur enthalten sein. Mit jedem Schritt konkretisiere sich prozentual auch die entsprechende Kostenvorhersage. „Dabei können die Architekten und Planer anhand ihres Erfahrungsschatzes verlässliche Annahmen treffen“, sagt Mellin, auch wenn derzeit noch nicht klar ist, wo am Ende welcher Rechner stehen wird. „Aber Kabel und Dosen in der Wand stehen schon jetzt fest.“

Alle Schüler müssen schnell Zugriff auf ihre Dateien haben

Klar ist laut Mellin auch, dass die besonderen Anforderungen der Unterrichtsgestaltung berücksichtigt werden. So wird das Gymnasium jene Profilfächer, die vordringlich mit großen Datensätzen arbeiten werden, „auf Leiste legen“: Sie laufen zeitgleich; alle Schüler müssen damit zum Beginn der Stunde schnellstmöglich im schuleigenen System Zugriff zu ihren Dateien haben. „Das ist bei der Planung bereits berücksichtigt worden“, hält Mellin fest, auch wenn der endgültige Medienkonzept der Schule noch nicht fertig sei. „Das benötigen wir derzeit noch nicht.“

Offen ist derzeit, ob und gegebenenfalls welche technische Ausrüstung aus dem jetzigen Gymnasium mit umziehen wird. Diese Entscheidungen hängen ab von der weiteren Nutzung der bisherigen Räume durch die IGS, sagt Mellin, vom technischen Zustand und von der Frage, ob sie noch den Anforderungen an neue Betriebssysteme entsprechen. Nach Einschätzung der Schule können von rund 180 Computern lediglich 30 mit an die Neue Bult umziehen. Die bisherigen Smartboards schieden dagegen aufgrund veralteter Technik aus.

Projektleiterin: „Bei der Planung wird nichts versäumt“

In Abstimmung zwischen den IT-Experten der Stadt und den Architekten ist zudem, welche Sicherungsmechanismen eingebaut werden, damit ein einzelner Schaden nicht zum Komplettausfall der Netzversorgung führt. „Diese Abstimmungen gehören schon jetzt zum Prozess dazu“, sagt Mellin. Die jetzt in der Kommunalpolitik geäußerten Befürchtungen, bei der Entwicklung der Schule werde jetzt etwas versäumt und Nachrüstungen würden nötig, teilt sie daher nicht.

Gymnasiums-Rektor kritisiert IT-Support der Stadt

Um die Ausstattung seiner neuen Schule macht sich Matthias Brautlecht keine Sorgen. Er fühlt sich in der Lenkungsgruppe mit Vertretern der Schule, der Fachplaner der Stadt und der Architekten gut aufgehoben. Unzufrieden ist Brautlecht allerdings mit der menschlichen „Software“ drumherum: „Es nützt die beste Hardware nicht, wenn der Support weiterhin so langwierig bleibt“, sagte der Gymnasiums-Rektor in der jüngsten Sitzung des Technischen Schulbauausschusses. Brautlecht beklagt „zuviel Sand im Getriebe“, bei Computerproblemen müsse die Schule erst ein „Ticket“ schreiben lassen bei der Stadtverwaltung, die aber offenbar aufgrund von Personalmangel nicht zügig abgearbeitet werden könnten. Auf Nachfrage dieser Zeitung betonte Brautlecht sein Unverständnis für die in der Politik geführte Debatte um die Neubauplanung. „Der eigentliche Knackpunkt ist nicht die Ausstattung im Haus, sondern dass es bislang keinen schnellen Internetanschluss des Standortes überhaupt gibt.“

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Von Rebekka Neander

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