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Langenhagen Die Kleiderkammer dient als Nahtstelle
Umland Langenhagen Die Kleiderkammer dient als Nahtstelle
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00:16 26.01.2019
Bürgermeister Mirko Heuer ist der erste "Kleiderbügelpate", der von Jennifer Rihm im Beisein von Elke Zach (links) und Johanniter-Chef Tim Heinrich den sogenannten "Nahtstellen"-Pin überreicht bekommt. Quelle: Sven Warnecke
Langenhagen

Die Kleiderkammer der Johanniter hat einen neuen Namen: Sie heißt nun Nahtstelle. „Die Einrichtung fungiert als Nahtstelle zwischen den Menschen, die dort aktiv sind, und den Kunden, die Hilfe in vielfältiger Form suchen“, sagte Tim Heinrich, Leiter des Nordhannoverschen Ortsverbands der Johanniter, bei einem Besuch von Bürgermeister Mirko Heuer. Dieser würdigte die Einrichtung als „wichtiges Angebot für viele Menschen in Langenhagen und Umgebung“.

„Wir teilen mehr als Kleidung“, sagte die hauptamtliche Leiterin Jennifer Rihm. Denn heute kämen nicht nur Menschen mit Fluchterfahrung, sondern viele Bedürftige aus der gesamten Region. Die Ehrenamtlichen versorgten Menschen, die ihr Hab und Gut bei einem Brand verloren haben, Familien, deren Gepäck bei einer Flugreise verschwunden ist, Bedürftige, die vom Johanniter-Kältebus aus Hannover verpflegt werden, und werdende Mütter mit einer Erstausstattung für ihr Neugeborenes.

Ehrenamtliche arbeiten 1800 Stunden in Nahtstelle

Im vergangenen Jahr waren das gut 1300 Menschen, die Hälfte davon Mütter mit kleinen Kindern, berichtet die Leiterin. Sie betreut zusammen mit 25 Ehrenamtlichen die Hilfesuchenden. Die Freiwilligen leisteten dabei 1800 Stunden. Und das Team ist bunt gemischt: Es beherrscht acht Sprachen.

Der neue Name soll nun nach außen tragen, was die Johanniter dort tun, erklärte Heinrich.Er erinnerte dabei auch an die Anfänge der Kleiderkammer im Jahr 2015 mit Beginn der großen Flüchtlingswelle – und was sich dort weiterentwickelte. „Die Aktiven leisten schnell unbürokratisch Hilfe.“ Sei es beim Üben von Bewerbungsgesprächen oder beim Deutschlernen, bei Übersetzungen oder der Suche nach Ansprechpartnern. „Jeder, der unsere Unterstützung braucht, bekommt sie.“ Heuer bezeichnete das als „niedrigschwellige Anlaufstelle für Hilfesuchende“ und jene, die Sachspenden abgeben wollen. „Das nutzt beiden Gruppen ebenso wie der ganzen Gemeinschaft.“

Der "Nahtstellen"-Pin wird als Zeichen der Wertschätzung an die „Kleiderbügelpaten“ verliehen. Quelle: Sven Warnecke

Doch angesichts der gestiegenen Anforderungen funktioniere das nicht mehr ausnahmslos mit ehrenamtlicher Hilfe, sagte Heinrich. Die Einrichtung sei auf finanzielle Hilfe angewiesen, um die hauptamtliche Leiterin bezahlen zu können. Einerseits hätten die Johanniter bei der Stadt Zuschüsse beantragt. „Darüber müssen die Politiker noch befinden“, sagte Heuer. Andererseits würden die Johanniter nun mit einer Aktion um Geldspenden werben. Heuer, der nach eigenen Angaben gern als Schirmherr dafür zur Verfügung steht, war sogleich der erste sogenannte Kleiderbügelpate. Er hatte nicht nur ein ihm nicht mehr passendes Sakko als Spende mitgebracht, sondern auch einen Umschlag mit einem „niedrigen dreistelligen Betrag“ aus seiner Privatschatulle. Als Zeichen der Wertschätzung und nach außen sichtbares Symbol erhielt er den ersten Nahtstellen-Pin. „Dieser soll andere zum Nachmachen animieren“, sagte Heinrich.  

Die Öffnungszeiten der Nahtstelle

Spenden werden in der Nahtstelle, Am Pferdemarkt 84, während der Öffnungszeiten dienstags bis donnerstags von 10 bis 12 und 16.30 bis 18.30 Uhr sowie jeden ersten Sonnabend im Monat von 10 bis 12 Uhr angenommen. Die Einrichtung ist unter Telefon (0511) 972 38 72 erreichbar. 

Von Sven Warnecke

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