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Nachrichten Abflug für die großen Vögel?
Umland Langenhagen Nachrichten Abflug für die großen Vögel?
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15:38 06.09.2012
 Noch bietet der See in Schulenburg-Nord eine idyllische Herbstkulisse, doch bald werden Bagger anrollen, das Gewässer teilweise zuschütten und umgestalten. Quelle: Oheim
Langenhagen

Am Montag traf es Urlauber auf dem Weg nach Ägypten: Ein Vogel im Triebwerk einer Boeing 757 zwang den Piloten kurz nach dem Start in Hamburg zur Landung. Auch in Langenhagen hat es vergleichbare Zwischenfälle bereits gegeben. Für Michael Hesse, Geschäftsführer der Flughafen-Immobilien, Grund genug, das jetzt beantragte Planfeststellungsverfahren für Schulenburg-Nord zu rechtfertigen.

Das Ziel jedoch verknüpfe das Gute mit dem Nützlichen, betont Hesse. Denn aus der riesigen Wasserfläche, attraktiv für Großvögel, werden letztlich mehrere kleine Wasserflächen, die nach Einschätzung der herangezogenen Fachleute das Areal „ökologisch aufwerten“. Bereits für das erste Halbjahr 2012 rechnet Hesse mit dem Beginn der Verfüllung. Denn die jetzt bei der Region eingereichten Unterlagen sind laut Hesse das Ergebnis jahrelanger Vorabstimmungen mit der Stadt sowie der bei der Region angesiedelten Unteren Naturschutzbehörde.

Dass der Beginn der öffentlichen Auslegung der Unterlagen mit dem Start des Ausbaus im Flughafen-Westbereich zusammenfällt, ist für Hesse „zeitlich praktisch“, sei aber nicht so geplant gewesen. „Wir können den Bodenaushub der benachbarten Baustellen gut gebrauchen für das Verfüllen des großen, tiefen Gewässers.“ Überdies, so Hesse, müsse der Aushub nicht kosten- trächtig weit weg transportiert werden. Dies gelte in dem auf etwa fünf Jahre angelegten Projekt auch für andere künftige Baustellen im Westen des Airports, für den es derzeit noch keine Bauleitplanung gibt.

Langenhagens Stadtbaurat Carsten Hettwer weist indes auf das hohe Streitpotenzial des Themas hin. Die Stadt habe deshalb bei der Region ihre Beteiligungsfrist bis Mitte Dezember verlängern dürfen. Eigentlich war diese Frist am Montag abgelaufen. „Wir haben aber betont, dass wir diese Entscheidung nicht ohne die Politik treffen wollen.“

Nach dem Stadtplanungsausschuss werde noch mindestens der Verwaltungsausschuss darüber beraten. Ob die Frage auch dem Rat vorgelegt wird, kann Hettwer aufgrund der fachlich schwer zu bewertenden Thematik nicht einschätzen. Die Verwaltung werde eine Stellungnahme vorbereiten.

von Rebekka Neander

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