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Nachrichten Evakuierung verläuft routiniert
Umland Langenhagen Nachrichten Evakuierung verläuft routiniert
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19:48 14.08.2016
Von Antje Bismark
Andreas Knoblich (links) und Wilhelm Rust junior räumen den Luheweg in einem vorher festgelegten Bereich. Quelle: Bismark
Langenhagen

In dieser Viertelstunde spiegelt sich die gesamte Langenhagener Routine in puncto Bombenräumung wieder: Noch zeigt die Uhr erst 8.55 Uhr, da steigen Olaf, Ulrich und Helga Krause bereits in Langenforth ins Auto. „Erst fahren wir zum Flohmarkt nach Lauenau, dann zum Angeln“, beschreibt Ulrich Krause, Anwohner des Ilmenauwegs, den Plan. Seine Frau und Tochter sind verreist, die Häuser damit leer. Noch vor Krauses haben die Nachbarn die Wohnungen verlassen. „Wir kennen das alles schon“, sagt Ulrich Krause.

Diese Erfahrung macht um 9.05 Uhr auch Stefan Dorschu von der Freiwilligen Feuerwehr Langenhagen, der mit Bereitschaftspolizist Florian König die Anwohner des Luhewegs auf die Räumung hinweisen will. Zu spät: Viele sind schon weg. Und als die Feuerwehrleute Andreas Knoblich und Wilhelm Rust junior ihre Strecke um 9.10 Uhr am Luheweg abgehen, rufen Anwohner ihnen schon zu, dass sie gleich losfahren werden.

Routine eben. Deshalb meldet die Feuerwehr unter der Einsatzleitung von Ortsbrandmeister Jens Heindorf um 10.20 Uhr, dass die 1588 zu evakuierenden Langenhagener alle den Sicherheitsbereich verlassen haben - bis 16.56 Uhr, dann dürfen alle von ihren Ausflügen wieder zurückkehren.

Für die ehrenamtlichen Retter indes geht der Tag mit Einsätzen weiter: Um 13.10 Uhr rücken sie mit der Drehleiter an die Tempelhofer Straße aus, weil ein Rauchmelder im vierten Geschoss ausgelöst hat. Noch während die Feuerwehrleute ihn deaktivieren, kommt die nächste Alarmierung. An der Bachstraße muss ein heißgelaufener Automotor gekühlt werden.

Über das Ende der Evakuierung freuen sich nicht nur die Bewohner, das freut auch Erdinc Cerkez. Der Betreiber des Sea Side öffnet noch am späten Nachmittag seine Strandbar für Besucher. Routine eben. Auch am See.

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